Siemens Österreich erhält Auszeichnung für Forschungsprojekt

Ziel der Forschungskooperation: Kosteneinsparung durch automatische und optimale Anpassung komplexer semantischer und technischer Systeme

Wien (OTS) - Das Forschungsprojekt RECONCILE wurde gestern Abend, 22. Juni 2010, im Rahmen einer Prämierungsveranstaltung als beste Projekteinreichung für das Förderprogramm FIT-IT (Forschung, Innovation, Technologie-Informationstechnologie) in der Programmreihe "Semantic Systems and Services" ausgezeichnet. Ziel dieses Projekts ist die Schaffung der Grundlagen für zukünftige Anwendungen, die technische Systeme, wie etwa Kommunikations-, Fertigungs-, oder Transportsysteme sowie komplizierte Geschäftsprozesse oder Datenbanken, bei Veränderungen schneller, kostengünstiger und mit höherer Qualität als bisher anpassen können. RECONCILE ist ein gemeinsames Projekt von Siemens Corporate Technology Central Eastern Europe (Siemens CT CEE), der Universität Klagenfurt (Institut für Angewandte Informatik unter Gerhard Friedrich) und Georg Gottlob, Universität Oxford, Computing Laboratory. Projektstart ist Juni 2010, die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. FIT-IT ist ein Forschungsförderungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) zur Förderung anspruchsvoller IT-Forschung in Österreich. Für dieses Programm stehen jährlich mehr als 10 Millionen Euro zur Verfügung, abgewickelt wird es von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

RECONCILE steht für "Reconciling Legacy Instances with Changed Ontologies" und beschäftigt sich mit dem Thema "Optimales Umbauen von Instanzen bei geänderten Ontologien". In diesem Projekt sollen Umbaumöglichkeiten und Reparaturvorschläge für semantische Systeme der nächsten Generation sowie komplexe Konfigurationen großer technischer Anlagen entwickelt werden. Ein Beispiel aus der Praxis ist etwa die Anpassung von Aufzuganlagen an neue Sicherheitsvorschriften: Ändert sich die Beschreibung, die ein technisches Objekt erfüllen muss, müssen auch die Objekte entsprechend adaptiert werden. Die im Projekt RECONCILE entwickelte Lösung liefert die Antwort, wie die Aufzüge optimal angepasst werden müssen. Für derartige Aufgaben gab es bislang kein bzw. nur sehr spezifische Werkzeuge, deren Entwicklung und Wartung mit hohen Kosten verbunden sind und die keine Optimierung der Anpassung erlauben.

Die Siemens-Forschungseinheit CT CEE beschäftigt sich unter anderem mit wissensbasierten Konfiguratorlösungen für komplexe Systeme, wie etwa Eisenbahnstellwerke oder Telefonanlagen. Mit ihren Konfiguratoren sorgt die Einheit für die Erfüllung individueller, maßgeschneiderter Kundenwünsche von beliebig großen und komplizierten Produkten und Systemen. Das Thema Komplexe Konfiguratoren ist eines der Gebiete, die als Kompetenzzentren in der Siemens AG Österreich angesiedelt sind. Siemens CT CEE hat in diesem und anderen Bereichen die weltweite Kompetenzführerschaft innerhalb des Siemens-Konzerns.

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