AK: Damit Ihr Handy im Urlaub nicht zur Kostenfalle wird 2

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Wien (OTS) - Damit Handy-Telefonierer im Urlaub billiger
wegkommen, rät die AK: SMS kommen günstiger, vor allem in Nicht-EU-Ländern. Die Mobilbox kann im Urlaub zur Kostenfalle werden - ab 1. Juli darf aber zumindest innerhalb der EU für den bloßen Empfang einer Sprachbox-Nachricht kein Entgelt mehr verrechnet werden.

Häufig, aber nicht immer, sind die Preise in den untersuchten Urlaubsländern mittlerweise netzunabhängig. Ein Anruf beim Anbieter schafft Klarheit. Überlassen Sie die Netzwahl dem Handy, dann bucht es sich automatisch in das stärkste Netz am Standort ein. Die AK Konsumentenschützer raten, über die manuelle Netzwahl am Handy die Einwahl ins günstigste Gastnetz zu programmieren. In der Bedienungsanleitung steht, wie es geht.

Wer im Urlaub angerufen wird, zahlt auch. Der Anrufer aus Österreich zahlt nur den österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz, da er nicht wissen muss, dass das Handy gerade im Ausland ist. Der Angerufene zahlt Gebühren für die Weiterleitung des Anrufs von Österreich in den Urlaubsort (Passivgebühr). T-Mobile, Mobilkom (A1, bob, Red Bull Mobile), Orange, Tele.Ring, Drei und Yesss verrechnen im Privatkundentarif in den untersuchten Urlaubsländern Passivgebühren von 0,228 bis 1,25 Euro pro Minute (Ausnahme Drei in Italien - im Drei-Netz telefoniert man in Italien zu den gleichen Konditionen wie zu Hause). Ab Juli verringern sich die Passivgebühren EU-weit auf 0,18 Euro pro Mintue. Am teuersten sind die Passivgebühren in den untersuchten EU-Nicht-Ländern meist bei Wertkartenhandys (Ausnahme bob).

Wer seine Lieben zu Hause anruft, zahlt den Tarif des ausländischen Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag. Es ist unabhängig davon, zu welchen Zeiten telefoniert wird.

SMS kommen in der Regel billiger. Vor allem in den untersuchten Nicht-EU-Ländern (Kroatien, Türkei) rentiert sich smsen statt telefonieren. Denn in diesen Ländern gilt nicht die EU-Höchstgrenzen-Verordnung.

Vorsicht: Wer unter Palmen seine Mobilbox abhören will, zahlt meist genau so viel wie bei einer Gespräch nach Österreich. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Box geht, wenn zum Beispiel nicht abgehoben wird, fallen doppelte Kosten an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, so fallen beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Roamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. Ab 1. Juli ist nach den EU-Roamingvorschriften der bloße Empfang einer Sprachbox-Nachricht innerhalb der EU kostenlos. Fürs Abhören solcher Nachrichten darf aber weiterhin ein Entgelt verrechnet werden.

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