Wirtschaftspark Breitensee wird um Neubau erweitert

Wien Holding investiert rund 32 Millionen Euro am Standort - 25.000 Quadratmeter Fläche für die Wirtschaft im 14. Bezirk

Wien (OTS) - Auftrag der Wien Holding ist es, mit ihren Projekten das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Arbeitsplätze zu sichern, die Infrastruktur zu verbessern und die Lebensqualität in der Stadt weiter zu steigern. Ein gutes Beispiel für diese Strategie ist der Wirtschaftspark Breitensee, der auf dem Gelände des früheren Gewerbehofes in der Missindorfstraße im 14. Bezirk entwickelt wird.

"Nachdem die Revitalisierung im Inneren des alten Backsteinbaus nahezu abgeschlossen ist, haben wir nun mit dem Bau des neuen Traktes begonnen. Auf fünf Etagen entstehen 10.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Büros, Gewerbe und Handwerk. Gemeinsam mit den bereits bestehenden Flächen im revitalisierten Altbau werden dann im Jahr 2012 nach Fertigstellung des Neubaus rund 25.000 Quadratmeter Fläche für die Wirtschaft im 14. Bezirk zur Verfügung stehen", erklärte Wien Holding Geschäftsführerin Dipl.-Ing.in Sigrid Oblak am Dienstag bei der Besichtigung der Großbaustelle. Begleitet wurde Oblak von Robert Pschirer, Bezirksvorsteher-Stellvertreter im 14. Bezirk.

"Schritt für Schritt entwickelt sich der Wirtschaftspark Breitensee zu einem neuen Zentrum für Arbeiten und Wohnen. Immer mehr Klein- und Mittelbetriebe, Start Ups und klassische Gewerbebetriebe nutzen hier die optimalen Rahmenbedingungen an einem historischen Standort. Davon profitieren auch die Menschen im Bezirk und jene Unternehmen, die bereits heute im Gewerbehof tätig sind", so Robert Pschirer, Bezirksvorsteher-Stellvertreter im 14. Bezirk.

Realisierung in Etappen

Mit dem Baubeginn für den Neubauteil des Wirtschaftsparks geht das Projekt ins Finale. Bereits im Jahr 2007 wurde mit der Revitalisierung der alten Backsteingebäude begonnen. Der Innenhof des alten Gewerbehofes wurde entkernt, der ehemalige Fabrikschlot stillgelegt und die alten Räumlichkeiten saniert. Auch die bisher mit Öl betriebene Heizanlage wurde auf Fernwärme umgestellt. In die Revitalisierung des alten Gewerbehofes hat die Wien Holding rund 11,5 Millionen Euro investiert.

Gleichzeitig mit dem jetzigen Baubeginn für das neue Gewerbehofgebäude wird auch mit dem Bau einer Garage mit insgesamt 243 Stellplätzen, davon mehr als 100 Volksgaragenstellplätze, begonnen. Die Garage ist als Tiefgarage unter dem Innenhof des Objektes konzipiert. Die Kosten für den Neubauteil belaufen sich auf 20,5 Millionen Euro. Insgesamt investiert die Wien Holding am Standort also 32 Millionen Euro. Außerdem errichtet auf dem Areal die GEWOG "Neue Heimat" einen Wohnbau mit 75 geförderten Mietwohnungen. Der Spatenstich dafür steht unmittelbar bevor.

Tradition und Moderne

Der klassische Gewerbehof mitten im 14. Bezirk stammt ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert. Früher wurden hier unter anderem Telefonapparate produziert. Auf dem Areal des Gewerbehofes in der Missindorfstraße entsteht ein attraktiver Komplex mit Wohnungen, Büros, Lager und Werkstätten vor allem für Betriebe aus der Kreativwirtschaft. Denn Hauptzielgruppe des Gewerbehofes sind Unternehmen aus den Bereichen "Neue Medien" und aus der Kreativwirtschaft. Vor allem Einpersonenunternehmen, die in den Creative Industries besonders stark vertreten sind, werden im neuen Gewerbehof optimale Bedingungen für ihre Büros und Produktionsschienen vorfinden.

Bereits in den letzten Jahren haben sich im Wirtschaftspark Breitensee zahlreiche innovative Unternehmen angesiedelt. W24, der Wiener City-Channel, hat hier seine Redaktion. OKTO, das alternative TV-Programm, hat sich hier niedergelassen genauso wie verschiedene Grafik- und Design-Studios. Dazu gehören die Lasergruppe-Betriebe, die zum Beispiel Medizin-Technik-Modelle aus Kunststoff produzieren, mit denen Knochen und Gewebe dreidimensional dargestellt werden können. Hauptabnehmer dieser Produkte sind Universitätskliniken und Forschungsinstitute.

Alt und Neu verschmelzen

Das architektonische Konzept für den Wirtschaftspark Breitensee stammt von holodeck architects. Sie sind als Sieger aus dem im Jahr 2007 durchgeführten städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangen. Auf Basis der Wettbewerbsergebnisse werden bei der Gestaltung des Erweiterungsbaus die Strukturen, Funktionen und Formen eines klassischen Gewerbehofes neu interpretiert. Durch den neuen Baukörper entstehen neue Hofsituationen, die Altbestand und Neubau optimal zusammenführen. Neue Freiflächen und Höfe verbessern das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend. Alt und Neu verschmelzen zu einer kompakten Einheit.

Zentrale Maßnahmen

Um diese Verschmelzung zwischen Altem und Neuem in der Praxis realisieren zu können, werden folgende zentrale Maßnahmen gesetzt:
Das bestehende Stiegenhaus im Norden des Hofgebäudes, das aus der Gründerzeit stammt, wird abgebrochen. Hier wird die neue Stiege 3 errichtet. Über diese Stiege wird in Zukunft nicht nur ein Teil des Altbestands erschlossen, sondern auch der Neubau. Im Neubau mit den vier oberirdischen Geschoßen, dem Dachgeschoß und den beiden Kellergeschoßen sind zusätzlich zwei weitere Stiegenhäuser vorgesehen. Zur Ausstattung jeder Stiege gehört auch jeweils ein Aufzug, der für eine Tragkraft von jeweils zwei Tonnen ausgelegt ist. Die Niveauunterschiede zwischen altem Gewerbehof und neuem Gewerbebau werden mit Rampen ausgeglichen, um möglichst barrierefreie Übergänge zu schaffen.

Design und Funktion unter einem Dach

Bei der Innenraumgestaltung legen die Architekten besonderen Wert auf eine loftartige Gestaltung mit größtmöglicher Raumhöhe. Maßgeschneiderte, in sich abgeschlossene Büro- und Arbeitseinheiten für Produktion und Dienstleistung warten auf Unternehmen unterschiedlicher Größe. Bis zu vier Meter hohe, helle und flexibel gestaltbare Räume mit großen Fenstern vermitteln ein offenes und freundliches Arbeitsklima mit Fabrikcharakter. Dabei greifen Design und Funktion ineinander und machen Arbeiten in inspirierendem Ambiente möglich. Die Räume bieten Fenster mit außen liegendem Sonnenschutz, Zwischenwände mit lichtdurchlässigem, teilweise transparentem Glas, schallisolierte Raumboxen, Gebäudekühlung mit Fan Coils und vieles mehr.

Der Wirtschaftspark Breitensee bietet auch Raum für Entspannung und Erholung während der Arbeitspausen. Arbeiten in angenehmster Atmosphäre lautet die Devise: Egal, ob auf den großzügigen Terrassen oder im lauschigen Schanigarten des Cafe-Restaurants mit Einblick ins Okto-Studio - so lässt sich auf angenehme Weise in den Pausen auftanken, um danach im Job wieder durchzustarten. Zusätzlich gibt es eigene Seminarräume und einen Eventbereich für Firmenveranstaltungen, die von den Unternehmen und den ArbeitnehmerInnen genutzt werden können. Einzigartig ist auch der Ausblick, den man von den Dachgeschoß-Büros auf die Gloriette und den Schönbrunner Schlosspark hat.

Ausgeklügeltes Verkehrskonzept

Der gesamte Gewerbehof hat bereits eine neue Zufahrt erhalten, die von der Goldschlagstraße als Hausdurchfahrt errichtet wurde -inklusive parallel geführtem, baulich getrenntem und behindertengerechten Fußweg. Die neue Zufahrt in den Gewerbehof steht ausschließlich für den Lieferverkehr sowie für Mitarbeiter zur Verfügung, die einen Parkplatz auf den Freiflächen im Hof haben. Auf den Freiflächen sind 39 Stellplätze für PKW vorgesehen. Weitere 243 PKW-Stellplätze (davon mehr als 100 Volksgaragenplätze) befinden sich in der Tiefgarage, zu der die Zufahrt über die bisherige Einfahrt in der Missindorfstraße erfolgt. Fußgänger können den neuen Wirtschaftspark über die Goldschlagstraße und die Missindorfstraße erreichen.

o Pressebilder: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=1233 www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=1236

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