Neues Volksblatt: "Die Mitte" Von Markus Ebert"

Ausgabe vom 22. Juni 2010

Linz (OTS) - Rechts die FPÖ, nach links abwandernd die SPÖ: Die politische Mitte wird breiter. Das ist der Platz, an dem weniger die Demagogie, sondern mehr der politische Realismus angesagt ist. Es mag klassenkämpferisch klingen, wenn SPÖ-Geschäftsführerin Laura Rudas kein Mitleid mit jenen hat, die sich halt statt 20 nur mehr 19 Porsche leisten können, weil sie ein bisschen im Sinne der Krisenbewältigung zur Kasse gebeten werden sollen. Bloß:
Realpolitisch ist das Nonsense. Realpolitisch betrachtet ist es viel wichtiger, vor dem Anzapfen neuer Geldquellen jene Löcher zu stopfen, durch die unkontrolliert Geld aus den öffentlichen Haushalten tröpfelt. Das ist wichtig, weil damit gespart wird, und das ist wichtig, weil den Bürgern signalisiert wird: schaut her, wir kehren zuerst vor der eigenen Haustüre.
Wer in der Mitte steht, hat ein größeres Blickfeld - und das erlaubt auch zu erkennen, dass Österreich 2009 gemessen an der Kaufkraft das viertreichste Land der EU war. Und dass laut einer market-Umfrage für den Standard 81 Prozent der Österreicher sagen, unser Land stehe im EU-Vergleich gut da. Sicher, mit diesem Wissen ist noch kein Budget saniert, aber mit diesem Wissen der Mitte fällt es vielleicht leichter, mit Optimismus ans Sanierungswerk zu gehen.

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