Berlakovich: Lebensministerium mit klima:aktiv mobil Tour für klimafreundlichen Verkehr in Salzburg

15 Millionen Fördermittel werden 2010 in alternative Fahrzeuge, Elektromobiltät und Radverkehr investiert, auch Salzburg profitiert

Salzburg (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich präsentierte
heute in Salzburg mit der klima:aktiv mobil Tour 2010 seine Klimaschutzoffensive im Verkehr. "2010 investieren wir 15 Mio. Euro in klimafreundliche Mobilitätsprojekte von Städten und Gemeinden, Betrieben und Tourismuseinrichtungen. Mit unserem Aktionsprogramm klima:aktiv mobil unterstützen wir bereits über 880 Gemeinden und Betriebe, reduzieren CO2und schaffen green jobs. Wir zeigen, wie Klimaschutz auch im Verkehr funktionieren kann," betonte Berlakovich. "Bis Ende 2010 wollen wir 1.000 Partner für den Klimaschutz gewinnen, 400.000 Tonnen CO2 jährlich einsparen und damit 2.500 Green Jobs schaffen," so die ambitionierte Zielvorgabe des Umweltministers. Auch Salzburg profitiert durch das klima:aktiv mobil Programm des Lebensministeriums: 20 Salzburger Gemeinden und 64 Betriebe sind bereits klima:aktiv mobil Partner. Das Lebensministerium unterstützt mit 2,2 Mio. Euro Fördermitteln Salzburger Mobilitätsprojekte für den Klimaschutz. 70 green jobs in Salzburg werden damit geschaffen und gesichert.

klima:aktiv mobil Tour informiert vom 21. bis 22. Juni in Salzburg über Vorteile alternativer Fahrzeuge, klimafreundliche Mobilität und lädt zur Testfahrt

Unter dem Motto "Punkt für Punkt zum Klimaziel" können die Salzburgerinnen und Salzburger am Mirabellplatz zwei Tage lang unterschiedliche alternative Antriebsformen kennenlernen. Elektro-, Erdgas- oder Hybridautos stehen für Testfahrten bereit. Und auch einspurige Fahrzeuge, wie beispielsweise E-Scooter, Elektrofahrräder oder Lastenräder, können von den BesucherInnen ausprobiert werden. Good Practice Beispiele von Projektpartnern des klima:aktiv mobil Förderungsprogramms werden präsentiert. Jugendliche sind eingeladen, Beiträge zur "wachsenden" Ausstellung "Cool Moves" zu gestalten. Das bunte Programm bietet außerdem Führungen für Schulen und Freizeiteinrichtungen, ExpertInnen und BeraterInnen stehen den BesucherInnen mit Informationen und Tipps rund um das Thema alternative Mobilität zur Verfügung. Durch die Auftaktveranstaltung, an der auch der Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer, Mag. August Hirschbichler, Vorstandsdirektor der Salzburg AG, der Salzburger Bürgermeister Dr. Heinz Schaden und Baustadträtin Mag. Claudia Schmidt teilnahmen, führte Ö3-Moderatorin Sylvia Graf.

"Die Emissionen, verursacht durch den Straßenverkehr, sind bisher erheblich angestiegen. Weltweit ist der Verkehr der fünftgrößte CO2-Emittent, in Österreich sogar der zweitgrößte. Wir müssen Klimaschutz auch als eine Chance sehen, die wir nützen sollten. Obwohl wir immerhin nun den Wachstumstrend der Verkehrsemissionen mit unseren Maßnahmen wie Biokraftstoffe und klima:aktiv mobil brechen konnten, ist Österreich im Verkehrsbereich leider noch nicht auf Klima-Zielerreichungskurs. Das Motto heißt aber nicht verzichten, sondern Alternativen und neue Technologien nutzen. Wir unterstützen daher mit klima:aktiv mobil umweltfreundliche Fahrzeuge, Elektromobilität, Radverkehr oder intelligentes Mobilitätsmanagement, denn klimafreundliche Mobilität bringt viele Vorteile. Jede Gemeinde, jeder Betrieb und jede/r Einzelne kann einen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion leisten. Zusätzlich bringt der Umstieg auf klimaschonende Fahrzeuge oder auf öffentliche Verkehrsmittel einen ganz persönlichen Nutzen: saubere Luft, weniger Treibhausgase, weniger Lärm, eine höhere Lebensqualität und die Schaffung von green jobs. Klimaschutz ist eine Riesenchance. Nutzen wir sie! Gemeinsam werden wir Punkt für Punkt zum Klimaziel kommen", ist Umweltminister Niki Berlakovich überzeugt.

Mit klima:aktiv mobil fördert das Lebensministerium Klimaschutz im Verkehr: Bis zu 5.000,- Euro Förderpauschale gibt es für E-Autos mit Ökostrom für Gemeinden und Betriebe

Mit dem Aktionsprogramm klima:aktiv mobil unterstützt das Lebensministerium Betriebe, Bauträger, Städte, Gemeinden und Regionen, Freizeit- und Tourismusverbände, Schulen und Ju-gendgruppen. Das Angebot beinhaltet Beratung und finanzielle Förderung bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten für klimaschonende Mobilität. Mit attraktiven Förderpauschalen wie 200,-Euro für ein Superethanolauto, 400,- Euro für E-Bikes, 1.000,- Euro für ein Biogasfahrzeug und bis zu 5.000,- Euro für ein E-Auto mit Ökostrom unterstützt das Lebensministerium mit klima:aktiv mobil die Umstellung kommunaler und betrieblicher Fuhrparks. Förderschwerpunkte sind auch der Radverkehrsausbau, die Einführung von Gemeindebussen und intelligentes Mobilitätsmanagement. Die Bilanz des Lebensministeriums für ganz Österreich kann sich sehen lassen. "Mit dem heutigen Tag haben wir über 870 Partner, die rund 360.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen und zeigen, wie Klimaschutz funktioniert. Mit rund 30 Mio. Euro an Fördermitteln haben wir im klima:aktiv mobil Programm mit Unterstützung des Klima- und Energiefonds bereits Klimaschutzprojekte von Gemeinden und Betrieben im Verkehrsbereich unterstützt. Damit haben wir etwa 180 Mio. Euro an Investitionen ausgelöst und 2.000 green jobs geschaffen", so Berlakovich.

Erfolgsbilanz in Salzburg: 84 klima:aktiv mobil Partner, 2,2 Millionen Förderungen für Salzburger Mobilitätsprojekte, 70 green jobs, 28 Gemeinden und Betriebe in Salzburg ausgezeichnet

55 Salzburger Mobilitätsprojekte werden im klima:aktiv mobil Programm bereits mit über 2,2 Mio. Euro gefördert. Damit werden rund 6,1 Mio. Euro an Investitionen ausgelöst und rund 70 green jobs in Salzburg geschaffen bzw. gesichert. Etwa 2.700 alternative Fahrzeuge werden dabei in Salzburger Betrieben und Gemeinden gefördert. Es profitieren sowohl die Salzburger Wirtschaft wie auch die Salzburger Gemeinden und natürlich damit die Salzburgerinnen und Salzburger. Bei der Toureröffnung wurden 28 neue Salzburger Projektpartner für ihre klima:aktiv mobil Vorhaben zur Reduktion der CO2-Emissionen ausgezeichnet.

Das Land Salzburg forciert aber auch den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr. 63,5 Millionen Fahrgäste wurden 2008 mit Öffentlichen Verkehrsmitteln im Land Salzburg befördert.
"Der Öffentliche Verkehr ist in Salzburg, und hier besonders in Ballungszentren, immer ein heißes Thema. Die Preisgestaltung, die Versorgung der Regionen mit ausreichenden Angeboten sowie der Komfort der Fahrgäste sind Dauerbrenner in der öffentlichen Debatte. Ingesamt lässt sich aber eines mit Sicherheit sagen: Die Maßnahmen, die wir in den letzten Jahren gesetzt haben, schlagen sich in den Fahrgastzahlen positiv nieder", so Haslauer.

Bei Fuhrparkumstellungen gibt es derzeit 32 Projektpartner. Diese sparen gemeinsam mit über 2.700 Fahrzeugen rund 6.000 Tonnen CO2 ein. Beim Umstieg auf E-Mobilität sticht besonders die Salzburg AG aufgrund der vielen Fahrzeugen hervor. "Die Salzburg AG ist der regionale Energiedienstleister im Bundesland Salzburg, betreibt den öffentlichen Verkehr im Zentralraum Salzburg ausschließlich mit Elektrofahrzeugen (Obus, Lokalbahn), ist Partner des Landes Salzburg bei der umfassenden Energieberatung, hält die Verbesserung der Energieeffizienz für ein zentrales energiepolitisches Anliegen und fühlt sich dem Klimaschutz verpflichtet. Aus diesem Motivenbündel heraus hat sich die Salzburg AG dazu entschlossen, die Elektromobilität zu forcieren und zu einem Pionier der Elektromobilität in Österreich zu werden. Mit ElectroDrive Salzburg kann man bereits heute elektrisch mobil sein, und das zu einer fixen monatlichen Rate", so Hirschbichler.

Ehrgeiziges Ziel 2010: 1.000 klima:aktiv mobil Partner, 400.000 Tonnen CO2-Einsparung, 2.500 green jobs, 15 Millionen Euro Förderung des Lebensministeriums

Das Ziel für 2010 ist die Unterstützung von 1.000 Projektpartnern im Rahmen des Förderprogramms. Dies bringt eine Einsparung von 400.000 Tonnen CO2 und schafft 2.500 neue green jobs. Unsere Initiative klima:aktiv mobil ist mehr als ein Klimaschutzprogramm, denn mit der Investitionsförderung für umweltfreundliche Fuhrparks, Radverkehr und Mobilitätsmanagement, die der Wirtschaft und den Gemeinden zu Gute kommen, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Konjunkturbelebung vor allem für Klein- und Mittelbetriebe," betont Berlakovich.

Neuer Schwerpunkt 2010: Jugendmobilität mit "Cool Moves" und Gewinnspiele - Mitmachen und gewinnen

Mit dem Kreativwettbewerb "Cool Moves" lädt das Lebensministerium Kinder und Jugendliche unter www.klimaaktiv.at/tour zum Mitmachen ein. Dabei geht es um den eigenen Beitrag zur klimaschonenden Mobilität. Die Einreichungen in Form von Text, Fotos, Videos oder Zeichnungen werden auf der Website präsentiert. "Gerade Kinder und Jugendliche sind Vorbilder im Bereich der klimaschonenden Mobilität. Sie nutzen ganz selbstverständlich öffentliche Verkehrsmittel und das Rad. Es ist uns ein großes Anliegen, dieses Verhalten zu fördern und sie mit ihren Good Practice Beispielen vor den Vorhang zu bringen", betont Niki Berlakovich.

klima:aktiv mobil Tour durch Österreich

Das Lebensministerium tourt von Mai bis Oktober 2010 durch Österreich und macht Halt in den Landeshauptstädten. Öffnungszeiten jeweils 10 bis 18 Uhr. Tourstation Salzburg: 21. und 22. Juni am Mirabellplatz.

Weitere Informationen und Termine in allen Landeshauptstädten unter www.klimaaktiv.at/tour

klima:aktiv mobil: eine Initiative des Lebensministeriums ausgezeichnet von der EU

Die Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil umfasst Beratungs-, Förderungs-, Bewusstseinsbildungs- und Ausbildungsprogramme. Ziel ist die Motivation und Unterstützung von Betrieben, Städten und Gemeinden, der Freizeit- und Tourismusbranche, Schulen und Jugendeinrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung von klimaschonender Mobilität. Klima:aktiv mobil wird von der Wirtschaftskammer Österreich, dem WIFI Österreich, dem Österreichischen Städtebund und dem Österreichischen Gemeindebund sowie zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft unterstützt. klima:aktiv mobil wurde 2009 mit dem EU-Preis für innovative Verwaltung als Europäische Best Practice Initiative ausgezeichnet und ist Vorbild in Europa.

Weitere Bilder abrufbar unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=62&dir=201006&e=20100621_l&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Doris Ostermann
Pressesprecherin Lebensministerium
Tel.: 01-71100-6918
Doris.ostermann@lebensministerium.at
www.klimaaktiv.at/

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