Familienverband: Zu viel Nachhilfe ist bildungspolitischer Missstand

Gegen hohes Nachhilfeaufkommen hilft laut KFÖ nur eine Qualitätsoffensive inklusive Angebot der Nachmittagsbetreuung

Wien, 21.06.10 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) geht erneut hart mit der gegenwärtigen Bildungspolitik ins Gericht: Eltern dürften nicht für die Schwächen des bestehenden Bildungssystems bezahlen, mahnt KFÖ-Präsident Clemens Steindl im Blick auf das hohe Nachhilfeaufkommen in Österreich. Es sei ein "bildungspolitischer Missstand", dass Eltern derart viel Geld und Zeit für die Nachhilfe ihrer Kinder aufwenden müssen", so Steindl am Montag in einer Aussendung.

Im Durchschnitt gibt ein Haushalt in Österreich 764 Euro im Jahr für Nachhilfe aus, wie aus einer Studie der Arbeiterkammer hervorgeht. Die Konsequenz aus diesem Misstand könne nur eine Qualitätsoffensive sein, die auch das freiwillige Angebot einer Nachmittagsbetreuung mit einschließt, so der KFÖ-Präsident: "Nur wenn es gelingt, das Bildungssystem rasch und nachhaltig zu reformieren, kann der 'Schwarzmarkt Nachhilfe' eingedämmt werden."

Allen Schulen müssten dazu ausreichende Ressourcen sowohl personeller als auch infrastruktureller Natur bereitgestellt werden, "damit Schülerinnen und Schüler optimal gefördert und gefordert werden können", betonte Sieglinde Guserl, Leiterin des KFÖ-Arbeitskreises für Bildung, Schule und Kultur, in der Aussendung. Dazu zähle auch das Angebot einer qualitätsvollen Nachmittagsbetreuung, das bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann. Die Wünsche der Eltern und ihr Grundrecht auf Wahlfreiheit müssten aber auch in diesem Punkt berücksichtigt werden, hielt Guserl fest.

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