FPÖ-Hofer: Scheidungseltern sollten auch bei Familienrecht-Enquete zu Wort kommen!

Prammer möge Interessensvertretungen von Betroffenen, zur Enquete "Gemeinsame Obsorge" zulassen

Wien (OTS) - "Der Tagesordnung der für den 24. Juni 2010 anberaumten parlamentarischen Enquete zum Familienrecht (Obsorge und Unterhalt) ist zu entnehmen, dass weder Vätervereine noch Frauenorganisationen dazu eingeladen sind", kritisiert NAbg. Norbert Hofer, Sprecher der Plattform Trennungsopfer. "Die Enquete verliert meines Erachtens an Qualität und Glaubwürdigkeit, wenn zwar Parlamentarier und Sachverständige, aber kein einziger betroffener Elternteil zu Wort kommen kann. Es wäre ein positives Zeichen bürgernahen Parlamentarismus, gerade in Zeiten von zunehmender Politikverdrossenheit, Repräsentanten direkt betroffener Eltern, Mütter wie Väter, zu dieser öffentlichen Enquete einzuladen. Bisher war die Nationalratspräsidentin, trotz mehrmaliger Urgenzen seitens Betroffenen Vereinen, leider nicht dazu bereit, wie mich verschiede Betroffenenorganisationen wissen ließen. Warum, verstehe ich nicht, denn die Sprecher der Interessensvertretungen könnten die Enquete eigentlich nur qualitativ bereichern."

Hofer weiter: "Da sich die Nationalratspräsidentin, bereits im Vorhinein gegen eine gemeinsame Obsorge aussprach und diese in ganz Europa gut funktionierende Lösung sogar als "fatal" bezeichnete, muss man fast annehmen, die Nationalratspräsidentin fürchtet, die Elternvertreter könnten den Teilnehmern verdeutlichen, welchen positiven Effekt ein regelmäßiger Umgang von Kindern mit ihren Eltern für die Gesellschaft haben kann und dass dadurch keineswegs Frauenrechte beschnitten werden, sondern ganz im Gegenteil, Kinder gefördert werden."

"Ich bitte daher die Nationalratspräsidentin doch noch ein Herz für Kinder zu zeigen, und den vielen Tausend Scheidungswaisen zu liebe, sich dafür einzusetzen, dass auch den Argumenten von Scheidungseltern - im Sinne einer konstruktive Enquete - Raum gegeben wird, indem sie auch Trennungselternvertreter auf die Rednerliste dieser Obsorge-Enquete setzen lässt," meint Hofer abschließend.

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