Mölzer: Mit Inzko kehrt beim Rat der Kärntner Slowenen hoffentlich Vernunft ein

Kärntner Ortstafelfrage ist auf Kompromissweg und nicht durch Provokationen lösbar - Volksgruppenkammer setzt indirekte Minderheitenfeststellung voraus

Wien (OTS) - Mit der Wahl von Valentin Inzko zum neuen Obmann des Rates der Kärntner Slowenen werde bei dieser Slowenenorganisation hoffentlich Vernunft einkehren, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Inzko ist ein erfahrener Diplomat und hat sich nicht zuletzt in seiner Funktion als Hoher Repräsentant für Bosnien-Herzegowina durch ein hohes Maß an Pragmatismus ausgezeichnet", betonte Mölzer.

Insbesondere werde es nun darauf ankommen, so der Kärntner FPÖ-EU-Abgeordnete, daß seitens des Rates der Kärntner Slowenen Provokationen wir das Schnellfahren in Ortschaften eingestellt werden. "Blockierer und radikale Nationalslowenen wie Vouk und Smolle sind in die Schranken zu weisen. Der slowenischen Volksgruppe in Kärnten wäre mehr gedient, wenn auch der Rat der Kärntner Slowenen den vorbildhaften Konsenskurs mittragen würde, den Josef Feldner vom Kärntner Heimatdienst und Marjan Sturm vom Zentralverband slowenischer Organisationen eingeschlagen haben", stellte Mölzer fest.

Dabei wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass die Kärntner Ortstafelfrage nur durch einen Kompromiss zwischen deutscher Mehrheit und slowenischer Minderheit gelöst werden könne. "Druck von außen wird genauso wenig förderlich sein wie radikalslowenische Extrempositionen. Schließlich zählen die Kärntner Slowenen, wie vor zehn Jahren die drei sogenannten EU-Weisen festgestellt haben, zu den am besten geschützten Minderheiten in Europa", erklärte Mölzer.

Weiters nahm der freiheitliche Europa-Parlamentarier zu der aus Kreisen des Rates der Kärntner Slowenen geäußerten Forderung nach Einrichtung einer Art Volksgruppenkammer Stellung: "Bei diesem durchaus diskussionswürdigen Vorschlag wird seitens des Rates allerdings übersehen, dass eine Volksgruppenkammer gewählt werden müsste, weshalb vorher die Wahlberechtigten festzustellen wären. Und dies käme wiederum einer indirekten Minderheitenfeststellung gleich, gegen die sich der Rat der Kärntner Slowenen sonst so zur Wehr setzt", schloss Mölzer.

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