AK: Gerechtigkeit muss sein - auch bei den Agrargeldern!

Wien (OTS) - Mehr Verteilungsgerechtigkeit bei den EU-Agrarfördergeldern verlangt die AK. Ab 2014 gibt es einen neuen EU-Agrarhaushalt. In der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) kommt ein Systemwechsel in der Förderpolitik für österreichische Bauern, die Betriebsprämien sind heftig umstritten. "Es geht nicht an, dass wieder nur Großbetriebe die meisten Fördergelder aus öffentlichen Budgets bekommen werden", warnt Maria Burgstaller, AK Agrarexpertin, heute, Montag, bei der Veranstaltung EU Agrarpolitik nach 2013. "Die Gelder dürfen nicht weiter wie bisher nur unter anderen Namen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit verteilt werden. Kosmetische Reformen alleine sind zu wenig. Fördergelder müssen an messbare Leistungen geknüpft werden", verlangt Burgstaller.

In den 90er Jahren wurde das Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums eingeführt. "Eine Weiterentwicklung ist allerdings längst überfällig, auch zum Wohle der Landwirte und ihrer Familien", betont Burgstaller, "denn in den letzten zehn Jahren sind die landwirtschaftlichen Arbeitsplätze EU-weit um ein Viertel geschrumpft. Das heißt, dass jede/r vierte LandwirtIn oder LandarbeiterIn einen anderen Arbeitsplatz braucht oder in Pension ist - oft auch hier mit hohen öffentlichen Zuzahlungen." Eine Gemeinsame Agrarpolitik, die eine Gemeinsame ländliche Politik sein sollte, könnte mit den vorhandenen Budgetmittel viel mehr leisten beim Schaffen von Arbeitsplätzen und Lebensqualität. Sie müsste sich allerdings um die Anliegen kümmern, die Ziele für den ländlichen Raum dringend neu formulieren und für alle Menschen im ländlichen Raum zugängig machen.

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