Köstinger: Der Landwirt ist der Energiewirt von Morgen

Landwirtschaft kann wichtigen Beitrag zur Erreichung der 20-20-20-Ziele liefern

Brüssel, 21. Juni 2010 (OTS) "Der Landwirt ist der Energiewirt der Zukunft - vom Feld, über Stall hin zur Quelle. Dieses Potential für unsere heimische Landwirtschaft müssen wir fördern. Die geänderte Richtlinie zur Kraftstoffqualität gibt den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit den Bioethanol-Anteil bei Benzin von bisher 5 Prozent auf 10 Prozent zu erhöhen. Bei Dieselmotoren liegt die Obergrenze bei 7 Prozent", begrüßt die Agrarsprecherin der ÖVP-Delegation Elisabeth Köstinger die erste Initiative von EU-Energiekommissar Günther Öttinger. In einer Anfrage forderte sie Öttinger auf, die Beimischmengen von Bioethanol zu erhöhen - mit Erfolg. ****

"Die Erhöhung der Beimischmenge von Bioethanol zu Treibstoff ist ein konkreter Ansatz zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und zur Reduktion von CO2-Emmission, vor allem auch im Straßenverkehr", informiert Köstinger. "Die Mitgliedsstaaten müssen jetzt bis Ende Juni diesen Jahres der Kommission einen konkreten Aktionsplan vorlegen. Dieser soll
zeigen, wie die Ziele erreicht werden sollen."

Die zweite und dritte Generation von Biotreibstoffen müssten kommerziell verfügbar gemacht werden. "Aber auch die technischen Fortschritte auf diesem Gebiet im Bereich der Automobil- und Motorenhersteller, sowie bei der Entwicklung neuer Arten des Transportes, müssen beschleunigt werden.", fordert Köstinger weitere Schritte. "Dabei ist die soziale und ökologische Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung. Die Kommission muss sich daher um die internationale Akzeptanz von Nachhaltigkeitskriterien und des Zertifizierungssystems kümmern, vor allem bei bilateralen Abkommen in Zusammenarbeit mit der WTO -Umwelt- und Sozialdumping gilt es zu verhindern."

Die Landwirtschaft müsse aktiv bei der Erarbeitung von nationalen Aktionsplänen eingebunden werden. "Die Landwirtschaft kann einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der 20-20-20-Ziele liefern. Dieses Potenzial muss aber auch erkannt und die Landwirtschaft als bedeutender Akteur der ersten Stunde miteinbezogen werden", so die Agrarsprecherin weiter. "Eines ist aber ganz klar: Teller vor Trog und Tank. Vor der Notwendigkeit der Förderung von Bioethanol steht immer die Lebensmittelsouveränität -diese Reihenfolge gilt es klar einzuhalten", so Köstinger abschließend.

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