Ärztekammer tief betroffen über Tod von Rudas

"Mit ihm verliert die Ärzteschaft einen ausgewiesenen Kenner, einen einfühlsamen Psychiater sowie einen beispielhaften Kollegen"

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer zeigt sich tief betroffen vom Tod von Stephan Rudas. Mit ihm sei eine Persönlichkeit gegangen, die über Jahrzehnte hindurch die psychiatrische Versorgung in Wien geprägt und gestaltet habe, betonte in einer ersten Reaktion der Präsident der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner. ****

Als besonderen Verdienst hob Dorner hervor, dass es Rudas gelungen war, psychiatrischen Erkrankungen in der Öffentlichkeit viel von ihrem Stigma zu nehmen: "Durch seine breitenwirksamen Statements in den Medien hat er Patienten ermutigt, ihre Symptome besser zu verstehen, rascher fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und so aus ihrer Isolation herauszukommen."

Dorner verwies auf die besonderen Verdienste Rudas hinsichtlich der flächendeckenden ambulanten Versorgung von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in Wien. Rudas war der Erfinder des Psychosozialen Dienstes (PSD) Ende der 1970er-Jahre und 30 Jahre lang - bis Ende 2009 - Chefarzt des PSD. "Er hat damit wie kaum ein anderer die Psychiatrie in Wien geprägt", so Dorner

Mit dem Tod Rudas verliere die Ärzteschaft einen ausgewiesenen Kenner, einen einfühlsamen Psychiater sowie einen beispielhaften Kollegen. Die Anteilnahme der Ärzteschaft gelte nun seiner Familie, insbesondere seiner Gattin und seinen zwei Kindern, so Dorner. (hpp)

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