Neues Volksblatt: "Pensionitis" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 21. Juni 2010

Linz (OTS) - Wo immer zwei übers Sparen im Bund, in den Ländern und Gemeinden diskutieren, dauert es nicht lang, bis die Rede auf die Beamten kommt. Gemeint sind dabei nicht nur die Beamten, sondern alle öffentlich Bediensteten - ungeachtet der Tatsache, dass etwa im oö. Landesdienst bereits 80 Prozent der Bediensteten im ASVG-System sind. Aber das ist nicht überall so. Genau so wie die Tatsache, dass das durchschnittliche Pensionsantrittsalter im oö. Landesdienst bei 60 Jahren liegt, die Frühpensionisten eingerechnet.
Wien, zum Beispiel, ist anders, wie die eben wieder aufgeflammte Diskussion über die Pensionierungsgewohnheiten in der rot regierten Bundeshauptstadt zeigt. Zwei von drei Wiener Beamte - im Schnitt 600 von 900 pro Jahr - gehen nämlich mit 53 Jahren in Frühpension; und jenes Drittel, das normal in Pension geht, geht mit 57. Auch nicht schlecht!
Im Wahljahr 2010 scheint die rote Stadtverwaltung besonders großzügig zu sein, heuer dürften es nämlich 700 Frühpensionisten werden. Angesichts dieser Frühpensionitis auf Kosten der Steuerzahler wundert es nicht, wenn selbige sauer werden und auf "die Beamten" schimpfen -und dabei alle in einen Topf werfen.
In einen Topf, in den viele aber nicht gehören. Am wenigsten die Oberösterreicher.

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