Vbgm. Ludwig: Betriebskosten-Guthaben für mehr als 154.000 GemeindemieterInnen

Jahresabrechnung 2009 bringt für fast drei Viertel der Gemeindebau-BewohnerInnen ein positives Ergebnis. Sie erhalten durchschnittlich 97 Euro rückerstattet.

Wien (OTS) - Bis spätestens 30. Juni müssen alle MieterInnen von ihrer Hausverwaltung die Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2009 erhalten. Äußerst positiv wirkt sich diese Jahresabrechnung für nahezu drei Viertel der Wiener GemeindemieterInnen aus. Sie bekommen auf Grund guten Wirtschaftens von der Hausverwaltung Wiener Wohnen Geld zurück. So werden 154.404 GemeindemieterInnen durchschnittlich 97 Euro zurück bekommen. Nur für rund 28 Prozent der MieterInnen ergibt sich aus der Betriebskostenabrechnung 2009 eine Nachzahlung von durchschnittlich 66 Euro.

"Eine verantwortungsbewusste Hausverwaltung schafft Vorsorge für alle Eventualitäten, die bei einem Wohnhaus auftreten können. Damit soll gewährleistet werden, dass die Mieterinnen und Mieter nicht plötzlich mit drastisch erhöhten Betriebskostennachzahlungen konfrontiert werden", so Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig. "Diese Verantwortung hat Wiener Wohnen auch im Jahr 2009 durch entsprechende Kalkulation und besonders gutes Wirtschaften im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner wahrgenommen und damit seine Aufgabe voll und ganz erfüllt."

Wiener Wohnen versucht einerseits die Betriebskosten stets so zu kalkulieren, dass die MieterInnen nicht plötzlich im Zuge der Jahresabrechnung hohe Nachzahlungen leisten müssen. Andererseits ist man bei der Stadt Wien - Wiener Wohnen bemüht, die monatlichen Vorschreibungen möglichst gering zu halten. Vor allem aber liegt das Hauptaugenmerk auf besonders kostengünstigem Wirtschaften. So sind in der überwiegenden Mehrheit der Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien die tatsächlichen Abrechnungen unter den Schätzungen und Kalkulationen gelegen. "Für mehr als 154.000 Gemeindemieterinnen und Gemeindemieter bedeutet das, dass sie im August durchschnittlich um 97 Euro weniger bezahlen", betont Vizebürgermeister Ludwig.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen sind den MieterInnen von ihrer Hausverwaltung bzw. ihrem Vermieter mit der Betriebskostenabrechnung, welche bis 30. Juni zu legen ist, alle Ausgaben für das vergangene Jahr in aufgeschlüsselten Positionen darzustellen. Je nach Differenz zwischen den Ausgaben und den Einnahmen, die von den MieterInnen über die vorgeschriebenen monatlichen Beiträge einbezahlt wurden, sind diese als Guthaben den BewohnerInnen rückzuerstatten oder werden - im Falle von höheren Ausgaben - von den MieterInnen in Form von Nachzahlungen eingefordert.

In die Betriebskosten können von der Hausverwaltung allerdings nur ganz bestimmte, im Gesetz festgelegte Kosten - zum Beispiel für Wasserversorgung, Rauchfangkehrer, Kanalräumung, Müllabfuhr, Entrümpelungen, Schädlingsbekämpfung, Beleuchtung allgemeiner Teile des Hauses, Hausversicherungen, Hausbesorger und Lift - eingerechnet werden. Eine gesetzliche Bestimmung, die nicht immer eingehalten wird. Daher empfiehlt sich die Überprüfung der jährlichen Betriebskostenabrechnung.

"Leider kommt es immer wieder vor, dass Hausverwaltungen den Mieterinnen und Mietern zuviel verrechnen. Deshalb ist bei Verdacht eine Überprüfung der Betriebskostenabrechnung angebracht - gemäß dem Motto ,Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser'. Denn die Hausverwaltung hat den Mieterinnen und Mietern jedenfalls Einblick in die Rechnungen zu gewähren", erklärt der Wiener Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig.

Betriebskostenüberprüfungen und Beeinspruchungen sind je nach Mietverhältnis und Mietgegenstand innerhalb von sechs Monaten bzw. in den meisten Fällen bis zu drei Jahre ab Legung der Betriebskostenabrechnung rückwirkend möglich.

Unterstützung und Hilfe für MieterInnen - unabhängig vom Mietverhältnis Auskünfte und Informationen zu den Betriebskostenabrechnungen erhalten BewohnerInnen kostenlos beim InfoCenter "Alles rund ums Wohnen" von Vizebürgermeister Michael Ludwig und bei den ExpertInnen der Mieterhilfe. Das InfoCenter "Alles rund ums Wohnen" mit dem angeschlossenen Mieterhilfe-Telefon ist die Einrichtung in Wien, bei der man rasch und kostenlos jeden Werktag von 8 bis 20 Uhr alle Fragen zum Thema Wohnen (also auch zum Thema Betriebskostenabrechnung) beantwortet bekommt. Das InfoCenter ist unter der Telefonnummer 4000-8000 erreichbar. Die ExpertInnen der Mieterhilfe sind zudem von Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr, unter der Telefonnummer 4000-25900 erreichbar. Parallel dazu geben vor allem auch Mieterschutzorganisationen kompetente Auskünfte und unterstützen bei notwendigen Beeinspruchungen.

Sollten irgendwo tatsächliche Differenzen zwischen Mietern und Hausverwaltung bzw. der Verdacht auf unzulässige Verrechnungen bestehen, so werden diese bei der Schlichtungsstelle geklärt. Die Schlichtungsstelle ist eine den Gerichten vorgelagerte Anlaufstelle bei Schwierigkeiten bzw. Rechtsstreitigkeiten zwischen MieterInnen und HauseigentümerInnen bzw. der Hausverwaltung.

MA 50 - Gruppe Schlichtungsstelle:
Muthgasse 62, 1190 Wien
Tel.: 4000-74510
www.wien.gv.at/wohnen/schlichtungsstelle

Wiener Wohnen bietet seinen MieterInnen besonderes Service Wiener Wohnen legt selbstverständlich nicht nur allen MieterInnen die Betriebskostenabrechnungen offen, sondern bietet zudem auf Wunsch auch eine detaillierte Aufschlüsselung (inklusive Belege) auf CD-Rom an. Denn "Transparenz und Offenheit gegenüber den Mieterinnen und Mietern zeichnen eine gute Hausverwaltung aus", wie Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Michael Ludwig betont. Die "Betriebskosten-CD" enthält alle Betriebskosten-Belege des Wohnhauses (samt zugrundeliegender Bescheide) und kann in aller Ruhe zuhause studiert werden. Sie kann ab Juli beim jeweiligen Kundendienstzentrum von Wiener Wohnen - kostenlos für alle gewählten Mieterbeiräte (!) -bestellt werden (gegen einen Kostenersatz von 10,90 Euro sind auch die individuelle Zusammenstellung für MieterInnen erhältlich). Zudem stehen die MitarbeiterInnen von Wiener Wohnen in den Kundendienstzentren sowie unter der Wiener Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75 (rund um die Uhr erreichbar!) gerne für Auskünfte zur Verfügung.

Für all jene Wohnhausanlagen, wo eine Nachzahlung erforderlich ist, bietet Wiener Wohnen den BewohnerInnen bereits ab einem Betrag von mehr als 50 Euro automatisch die Form der Ratenzahlung an. Darüber hinaus sind auf Wunsch selbstverständlich auch individuelle Ratenvereinbarungen möglich. (Schluss) csi

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Hanno Csisinko
Mediensprecher Vbgm. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81983
hanno.csisinko@wien.gv.at

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