2. IGB-Weltkongress vom 21. bis 25. Juni in Vancouver

Aus der Krise mit globaler Gerechtigkeit

Wien (OTS/ÖGB) - Menschenwürdige Arbeit, eine internationale Finanztransaktionssteuer, verstärkter Umweltschutz - das werden einige der Hauptthemen beim 2. Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) sein, der vom 21. bis 25. Juni in Vancouver in Kanada stattfindet. Rund 1.100 TeilnehmerInnen werden erwartet, die österreichische Delegation wird von ÖGB-Präsident Erich Foglar geleitet.++++

Vom IGB-Kongress wird ein starkes Signal in Richtung G20-Gipfel in Toronto erwartet, vor allem die Forderung nach einer weltweiten Finanztransaktionssteuer und nach einem grundlegenden Richtungswechsel bei der Globalisierung sind die Hauptforderungen. ÖGB-Präsident Erich Foglar: "Die anfänglichen, durchaus positiven Signale der G-20-Staaten für Veränderung sind wieder etwas leiser geworden. Die derzeit vorherrschenden Konzepte der Krisenbekämpfung stammen genau von jenen Kräften, die uns diese Krise überhaupt erst eingebrockt haben: nämlich den Verfechtern des Dogmas der ungezügelten Märkte."

Auch die ArbeitnehmerInnen in Österreich würden von einer starken internationalen Gewerkschaftsbewegung profitieren, sagt Foglar im Vorfeld der IGB-Beratungen: "Mehr denn je sind Gewerkschaften gefragt. Wir müssen weiterhin mit starker Stimme auch in der internationalen Politik präsent sein und die Interessen der arbeitenden Menschen überall auf der Welt artikulieren. Menschenwürdige Arbeitsplätze, gerechte Löhne, das Recht sich zu organisieren und Löhne zu verhandeln, gleiche Chancen für Frauen und Männer - das und mehr betrifft alle ArbeitnehmerInnen weltweit. Und wer weltweit mit einer Stimme - jener des IGB - spricht, wird besser gehört."

Die Delegierten werden auch eine neue Führungsspitze wählen. Als neue Generalssekretärin kandidiert die bisherige Präsidentin Sharan Burrow aus Australien. Der bisherige Generalsekretär Guy Ryder stellt sich nicht mehr der Wahl. Kandidat für den Präsidentenposten ist Michael Sommer, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Der IGB wurde am 1. November 2006 in Wien gegründet, er entstand aus der Fusion des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften mit dem Weltverband der Arbeitnehmer. Der IGB vertritt rund 176 Millionen Mitglieder aus 312 Mitgliedsorganisationen in 156 Ländern.

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ÖGB, 20. Juni 2010

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