Glaser: Biotreibstoffe müssen auf nachhaltige Weise produziert werden

Entwicklungsländer wollen und sollen ihre Außenabhängigkeit verringern

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Zwischen der Herstellung von Nahrungsmitteln und Biotreibstoffen darf es keinen Gegensatz geben. Es muss darum gehen, beide Produktionszweige auf regionaler Ebene bestmöglich zu kombinieren. Nicht eine industriell ausgerichtete, sondern eine bäuerliche Landwirtschaft kann das gewährleisten. Das gilt für unsere Breiten ebenso wie für die Entwicklungsländer", stellte der ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit bg. Franz Glaser, heute, Donnerstag, bei einer Podiumsdiskussion im Parlament fest, die einem Biokraftstoffpapier der Arbeitsgruppe "Recht auf Nahrung" gewidmet war. ****

"Biomasse ist seit jeher ein unverzichtbarer Beitrag zur Deckung des Energiebedarfs. Landwirtschaftliche Produktion trägt nicht nur zur Ernährungssouveränität, sondern auch zur Energiesouveränität eines Landes bei. Außerdem ist Bioenergie ein wichtiger Beitrag, um die Versorgungsabhängigkeit von außen zu verringern", betonte Glaser.

"Für die Nutzung erneuerbarer Energieträger liegen noch große Potenziale brach, sowohl in Europa als auch in Entwicklungsländern. Vorrang muss aber das Recht auf Nahrung als fundamentales Menschenrecht haben", bekräftigte Glaser. Daher müsse die Produktion von Biotreibstoffen dem Prinzip der Nachhaltigkeit unterworfen sein. In manchen Entwicklungsländern gehe die Produktion allerdings klar auf Kosten der einheimischen Bevölkerung und der biologischen Artenvielfalt. "Durch Effizienzkriterien und die nachvollziehbare Zertifizierung der Treibstoffe muss die Nachhaltigkeit gewährleistet bleiben", forderte Glaser. Außerdem sichert das Eiweißfutter aus der Biotreibstoffproduktion unsere Versorgung mit kontrolliertem gentechnikfreiem Kraftfutter.

Er begrüßte in diesem Zusammenhang die jüngste Initiative der EU-Kommission, ein Zertifizierungssystem für Biokraftstoffe einzuführen, das die Nachhaltigkeit der Produktionsfaktoren sichtbar machen soll. "Österreich kann mit seiner Produktionsweise EU-weit als Vorbild gelten. Schon mit der kommenden Ernte werden wir die Vorgaben dieser EU-Richtlinie erfüllen können", betonte Glaser.

"Ernten und andere landwirtschaftliche Erträge können nicht punktgenau programmiert werden. Bioenergie als zusätzliches betriebliches Standbein bietet sich hier als Puffer an. Außerdem trägt die energetische Nutzung von Abfällen und Überschüssen zur Ressourcenschonung und damit zum Umweltschutz bei", ergänzte Glaser. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0014