Schwentner: FPÖ reagiert mit frauenfeindlicher und platter Kritik auf die Probleme Afrikas

Graf fragwürdiger Vorsitzender der parlamentarischen Subsahara-Gruppe

Wien (OTS) - Mit heftiger Kritik reagiert Judith Schwentner, Entwicklungs- und Frauensprecherin der Grünen, auf die Aussagen von Johannes Hübner sowie die FP-Vorsitzführung der parlamentarischen Gruppe Subsahara Afrika-Österreich: "Die oberflächlichen Aussagen zeugen von vollkommener entwicklungspolitischer Unkenntnis. Die VertreterInnen afrikanischer Länder werden dabei abgekanzelt, an einem konstruktiven Dialog, der sicherlich auch kritisch ausfallen kann, liegt Hübner rein gar nichts." Was das angebliche 'europäische Frauenbild' betrifft, so dürfte Hübner entgangen sein, dass die Stärkung und Unterstützung von Frauen notwendig sei, um die Entwicklung voranzutreiben. "Dass Frauen wichtige EntwicklungsakteurInnen sind, weiß man in den afrikanischen Ländern längst. Die FPÖ sollte sich davor hüten, den AfrikanerInnen ihr Frauenbild aufzuzwingen. Das wäre nämlich ganz sicher der Weg in die Sackgasse."

Schwentner, die die Grünen in der vom Parlament eingesetzten Gruppe vertritt, kritisiert auch, dass ausgerechnet Martin Graf, der in vergangenen Interviews sich nicht scheute, über biologische Unterschiede bei AfrikanerInnen zu schwadronieren, die Parlamentarische Gruppe leitet: "Ich halte Grafs Vorsitz für extrem fragwürdig. Begegnungen mit VertreterInnen afrikanischer Länder sind extrem wichtig. Aber diese Begegnungen müssen die Bereitschaft zum offenen und konstruktiven Dialog zur Grundlage haben. Ich werde die Entwicklung in dieser Gruppe genau verfolgen. Ich bin auf jeden Fall nicht mit dabei, wenn die FPÖ und ihr Vorsitzender dieses Forum nur zur Abkanzelung und Erteilung besserwisserischer Ratschläge verwendet."

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