Generationenvertrag statt Generationenkonflikt: Verbesserungen im Pensionssystem gefordert

Frais: "Ein zuverlässiges Pensionssystem muss allen Menschen faire Perspektiven bieten"

Linz (OTS) - Eine klare Absage von Seiten der SPÖ gibt es an all jene, die das österreichische Pensionssystem schlecht reden und einen Generationenkonflikt herbeireden, der nicht existiert und auch nicht gewollt ist. "Wer versucht, die Teile der Bevölkerung gegeneinander auszuspielen, der löst damit keine Probleme. Wenn es Probleme gibt, dann müssen diese offensiv angesprochen werden, so dass man gemeinsam bestmögliche Lösungen erarbeiten kann. Ein großes Problem im Pensionssystem ist etwa die mangelnde Absicherung von Studierenden und von Menschen mit Lücken in der Erwerbsbiografie. Diese Gruppen haben im derzeitigen Modell keine reelle Chance auf die erforderlichen 45 Versicherungsjahre bis zum Alter von 65 zu kommen", betont SP-Klubchef Frais.

Die heute vom Arbeitsmarkt erzwungenen immer häufigeren Berufswechsel führen in vielen Fällen dazu, dass zum regulären Zeitpunkt eines Pensionsantritts mit 65 Jahren nicht die erforderlichen 45 Versicherungsjahre vorhanden sind und die betroffenen Menschen schwere finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Besonders betroffen ist auch die große Gruppe der Studierenden:
Selbst bei Einhaltung der Mindeststudienzeiten und bei durchgängiger Beschäftigung bis ins Alter von 65 reichen die erworbenen Beitragsjahre nicht für eine abschlagsfreie Pension aus. "Man darf sich nicht wundern, wenn viele junge Leute immer weniger Vertrauen ins Pensionssystem haben, wenn das Pensionssystem für sie keine fairen Chancen vorsieht", betont der SP-Klubchef.

Frais fordert daher für Studierende die Möglichkeit einer Selbstversicherung zu günstigen Konditionen: "So wie richtigerweise auch geringere Beiträge während der Lehrjahre voll als Beitragszeiten für die Pension angerechnet werden, so soll es auch für Studierende während der Studienzeit die Möglichkeit einer sozial verträglichen Selbstversicherung geben". Die derzeitige Möglichkeit des Nachkaufs von Studienzeiten sei unverhältnismäßig teuer und werde der Lebensrealität nicht gerecht. "Ein Studium ist heute in vielen Fällen keine Garantie mehr für außerordentlich gute Bezahlung", so der SP-Klubobmann.

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