Seeber zu SP-Maier: Unwissenheit schützt vor Schaden nicht

Straßburg, 17. Juni 2010 (OTS) "Die neue Lebensmittelkennzeichnung ist ein Erfolg für die Konsumenten. Es ist ein großer Schaden, wenn durch unwissende Aussagen gegen diesen Erfolg mobil gemacht wird und bereits verunsicherte Konsumenten falsch informiert werden. Ich kann Kollegen Maier daher nur raten, sich besser in diese heikle Materie einzulesen und nicht Kraut und Rüben zu vermischen", reagierte EVP-Umweltsprecher Dr. Richard Seeber heute auf Aussagen des SPÖ-Konsumentenschutzsprechers Johann Maier. ****

Die ÖVP-Delegation im Europaparlament habe sich erfolgreich gegen eine irreführende Ampelregelung zum Schutz der Konsumenten eingesetzt. "Ich habe mit Kollegen einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet, der sehr wohl diese Nährwertprofile aufrechterhalten hätte, unter der berechtigen Ausnahme von Grundnahrungsmitteln wie Schwarzbrot, Käse und Apfelsaft. Kann Herr Maier erklären, warum naturtrüber Bioapfelsaft nicht als gesund beworben werden dürfte, hingegen Cola light schon? Dieses Ergebnis hätten wir bekommen, wenn sich seine sozialdemokratischen Kollegen im Europäischen Parlament durchgesetzt hätten."

Es gebe weiters sehr gute Gründe gegen fix vorgeschriebene Schriftgrößen bei Verpackungen: "Ich habe mich vor allem auch aus Umweltschutzgründen gegen die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene 3 Millimeter Schriftgröße ausgesprochen. Mit dieser Schriftgrößte hätten viele kleine Verpackungen vergrößert werden müssen. Das bedeutet mehr Müll und damit mehr Umweltbelastung", informiert Seeber. "Vielleicht kann sich Herr Maier eine zehn Zentimeter große Kaugummipackung gut vorstellen, damit auch hier alle Inhaltsstoffe in 3 Millimeter Schriftgröße aufgelistet werden können. Ich bin mir sicher, die Konsumenten wollen dies nicht. Als Verhandlungsführer der größten Fraktion im Europäischen Parlament habe ich mich stets für eine ausreichende Lesbarkeit eingesetzt. Und genau das garantiert auch diese Verordnung - und noch viel wichtiger:
Die Irreführung der Konsumenten ist ausgeschlossen. Diesen Erfolg wird sich das Europäische Parlament von Herrn Maier nicht schmälern lassen", so Seeber abschließend.

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