Wirtschaft gegen Wiedereinführung der Reglementierung des Hausbesorgerberufes

Hochhauser: Geht zu Lasten von Mietern und Eigentümern -Immobilientreuhänder-Obmann Malloth mit Lösungsansatz zur Schaffung von Rechtssicherheit

Wien (OTS/PWK503) - "Die Wirtschaft spricht sich gegen die
geplante Wiedereinführung der Reglementierung des Hausbesorger-Berufes durch ein geplantes neues Hausbesorger-Gesetz aus", unterstreicht Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Position der Wirtschaft in dieser Frage: "Die Schaffung eines eigenen, entbehrlichen Hausbesorger-Gesetzes steht massiv im Widerspruch zur erklärten und gewünschten Reduktion von Gesetzes- und Verwaltungsaufwand. Wir wollen zudem auch nicht, dass Mieter und Hauseigentümer unnötig über Gebühr belastet werden."

Tatsächlich ist die Höhe der Kosten für einen so genannten "Hausbesorger neu" völlig offen: "Sie werden sich aber wohl zumindest im Bereich des Hausmeisters nach altem Modell bewegen - und das ist zu viel", sagt Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. "Die alternativen Formen der professionellen Liegenschaftsbetreuung haben sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt - vor allem deshalb, weil die Kosten für die Liegenschaftsbetreuung zu Gunsten der Mieter erheblich gesenkt werden konnten."

Darüber hinaus verwehrt sich die Immobilienwirtschaft strikt gegen den Eingriff in das Eigentumsrecht und in die Privatautonomie von Hauseigentümern, etwa durch die vorgesehene Ausdehnung des Geltungsbereiches des geplanten Hausbesorger-Gesetzes.

Vor diesem Hintergrund pocht Malloth auf eine für alle Seiten praktikable Lösung: "Es wären nur geringfügige Änderungen beziehungsweise eine Klarstellung in der Arbeitsruhegesetz-Verordnung bzw. im Arbeitszeitgesetz und Arbeitsruhegesetz notwendig und ausreichend, um Unklarheiten zu beseitigen und Rechtssicherheit zu schaffen."

In Summe seien, so Hochhauser und Malloth unisono, die Motive für die Wiedereinführung stationärer Hausbesorger nicht nachvollziehbar:
Das Gesetzesvorhaben würde eine unnötige Reglementierung und zusätzliche Verwaltungsbelastung nach sich ziehen. Es sei auch nicht nachvollziehbar, warum ein neues Sondergesetz für eine kleine Berufsgruppe geschaffen werden soll, welches umfangreiche Probleme aufwirft und durch den Eingriff in wohnrechtliche Bestimmungen zudem Folgeprobleme bewirken würde. (JR)

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