Greenpeace bei der 62. IWC-Jahrestagung in Agadir/Marokko

Wien (OTS) - Nächste Woche, vom 21. bis zum 25. Juni 2010, wird
in Agadir/Marokko die 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) stattfinden, und bereits gestern begannen die offiziellen Verhandlungen zur Zukunft der Walfangkommission zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen.

Auch vor ihrer diesjährigen Konferenz zeigt sich die IWC mit ihren mittlerweile 88 Mitgliedsstaaten heillos zerstritten - und zeichnet sich damit vor allem durch eine tiefe Spaltung in zwei Lager aus: auf der einen Seite die Walfangbefürworter, allen voran die Walfangnation Japan, gefolgt von Norwegen sowie Island und auf der anderen Seite die Walfanggegner wie Australien, Deutschland, Großbritannien und Brasilien (unter ihnen auch Österreich). Den EU-Mitgliedsstaaten käme eine besonders wichtige - und zwar vermittelnde - Rolle zu, doch konnte bis kurz vor Beginn der Konferenz leider noch kein Konsens unter ihnen erzielt werden.

Wichtigster Punkt: Auf Betreiben des Vorsitzenden wurde innerhalb des letzten Jahres ein Antrag erarbeitet, der als "Kompromiss" endlich einen Ausweg aus der gegenwärtigen Blockadesituation liefern soll.

Tatsächlich wäre die Annahme dieses Vorschlages allerdings ein massiver Rückschritt für die bedrohten Meeressäuger, weil
das seit 24 Jahren bestehende Walfangmoratorium aufgehoben würde, man für die nächsten zehn Jahre kommerzielle Fangquoten an die Walfangländer vergeben würde, und die Jagd im Antarktischen Schutzgebiet von der IWC wieder offiziell genehmigt wäre.

Greenpeace fordert von den IWC-Mitgliedern eine weitreichende Überarbeitung dieses vorliegenden Kompromisspapiers, sodass vor allem der wissenschaftliche Walfang in der Antarktis und die Jagd auf gefährdete Walarten endlich beendet werden.

Auch dieses Jahr wird die internationale Umweltschutzorganisation mit einer Delegation zur Beobachtung der Konferenz anwesend sein:

Allen deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen steht Thilo Maack, Meeresexperte von Greenpeace Deutschland, in Agadir unter der Telefonnummer +49-171-8780841 zur Verfügung.

Und in Wien können sie sich unter +43-664-2148952 oder antje.helms@greenpeace.at jederzeit an Antje Helms, Meeresexpertin von Greenpeace CEE, wenden.

Aktuelle Hintergrund-Informationen zur 62. Jahrestagung der IWC finden Sie in den nächsten Tagen auf unserer Greenpeace-Website unter http://www.greenpeace.at/wale_iwc

Rückfragen & Kontakt:

Attila Cerman, Greenpeace CEE; Tel.: +43-664-3435354

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