Vladyka: Die Armut Hunderttausender darf nicht hingenommen werden

Resolutionsantrag zur Unterstützung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen von ÖVP abgelehnt

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Wir können und dürfen aber nicht hinnehmen, dass nach wie vor so viele Menschen in Armut leben. Armutsgefährdung bedeutet nicht zu wissen, wie die Familie über die Runden kommen soll, nicht zu wissen, wie man im Alter menschenwürdig leben soll, nicht zu wissen, wie man die nächste Heizungsrechnung bezahlen soll. Wir brauchen daher eine Weiterentwicklung des Sozialstaates und keinen Rückschritt. Wenn hier im Sozialbereich bei der Jugendwohlfahrt und bei den Familien Einsparungen im Budget vorgesehen sind, so ist das besorgniserregend und außerdem unrealistisch, denn es handelt sich hierbei zum Großteil um Pflichtausgaben, auf die die Menschen Anspruch haben", so die Sozialsprecherin der SPÖ-NÖ, LAbg. Christa Vladyka, anlässlich der Budgetdebatte im NÖ Landtag.

"Derzeit sind in Niederösterreich 170.000 LandesbürgerInnen armutsgefährdet, 96.000 Menschen leben in manifester Armut. Für immer mehr Menschen reicht das Einkommen nicht zum Leben, 67.000 NiederösterreicherInnen gelten als working poor. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer", so Vladyka weiter. Vladyka wies weiter auf die drastischen Steigerungsraten im Bereich der Sozialhilfe hin: "Gab es im Jahr 2004 Ausgaben von rund 20,6 Millionen Euro für die BezieherInnen von Sozialhilfe so wurden im Jahr 2008 bereits 30,6 Millionen aufgewendet. Die Zahl der BezieherInnen stieg von 2008 auf 2009 von 7.035 auf über 9.000!"

"Wir dürfen in diesem Zusammenhang ebenso die Menschen mit besonderen Bedürfnissen nicht vergessen. Viele Menschen aber auch Vereine sind in diesem Bereich mit finanziellen Problemen konfrontiert", so Vladyka. Ein massives Problem für viele Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist die mangelnde Mobilität. Zwar gibt es gute Angebote im öffentlichen Verkehrsnetz, aber das Problem ist oft schon das Erreichen der Haltestellen. Damit können die günstigen öffentlichen Verkehrsmittel nicht genutzt werden. LAbg. Vladyka brachte daher einen Resolutionsantrag für eine Förderung von Taxifahrten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ein. "Dieser Antrag wurde leider von der ÖVP abgelehnt, was wieder einmal zeigt, dass Sonntagsreden eben doch etwas anderes sind als konkrete Hilfestellung für Menschen in Not", so LAbg. Vladyka abschließend.

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