Vbgm. Ludwig: Auszeichnung für ganz besondere Beispiele der erfolgreichen Wiener Stadterneuerung

Wiener Vizebürgermeister betonte anlässlich der Verleihung des 25. Stadterneuerungspreises die Bedeutung und die "Leistungsbilanz" der Sanften Stadterneuerung in Wien

Wien (OTS) - "Mit der Verleihung des 25. Wiener Stadterneuerungspreises und vor allem mit der Qualität und der hervorragenden Ausführung der ausgezeichneten Projekte werden die Leistungen der Wiener Baumeister in Kooperation mit den Architektinnen und Architekten sowie den Bauherren eindrucksvoll unter Beweis gestellt", betonte Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig anlässlich der Prämierung am Dienstag dieser Woche im Kursalon Hübner. "Damit findet der Weg der Sanften Stadterneuerung, welcher in Wien seit mittlerweile 30 Jahren erfolgreich beschritten wird, nahtlos seine Fortsetzung. Eine Erfolgsgeschichte, die maßgeblich zur ausgesprochen hohen Wohn- und Lebensqualität in Wien beiträgt, und die als weltweites Vorzeigebeispiel gilt", so Ludwig.

Im Rahmen der Sanften Stadterneuerung wurden in Wien bis heute mehr als 250.000 Wohnungen in ihrer Ausstattung und Qualität wesentlich verbessert. Zudem konnten durch den gezielten Einsatz von Investitionen und Förderungen ganze Stadtviertel erneuert und aufgewertet werden. Anstatt ganze Viertel zu schleifen, wird in Wien konsequent in die Revitalisierung von bestehenden Grätzeln und die Sanierung des Gebäudebestandes investiert. Zentrales Instrument dabei ist die Wiener Wohnbauförderung. Die von der Stadt Wien bereitgestellten Mittel, welche eng an mietrechtliche Bestimmungen sowie an entsprechende Mietpreisbindungen geknüpft sind, wirken als starker Motor der Stadterneuerung.

"Jährlich investiert die Stadt Wien im Bereich der Wohnhaussanierung knapp 200 Millionen Euro", erklärte Vizebürgermeister Michael Ludwig. "Neben der zentralen Bedeutung im Bereich der gezielten Steigerung der Wohn- und Lebensqualität wirken sich diese Förderungen als wichtiger Faktor in der Wiener Wirtschaft und hier vor allem als Konjunkturmotor für Klein- und Mittelbetriebe aus. Der beschäftigungsintensive Bereich der Wohnhaussanierung schafft und sichert Arbeitsplätze, was sich gerade in einer Zeit der internationalen Finanzkrise im besonderen auswirkt. Zudem erreichen wir durch die starke Fokussierung auf thermisch-energetische Wohnhaussanierungen auch eine deutliche Entlastung der Haushaltsbudgets durch deutlich verringerte Heizkosten und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutzprogramm der Stadt Wien", erläuterte der Wiener Vizebürgermeister.

Darüber hinaus verwies Ludwig auf die erfolgreiche Bilanz in Zusammenhang mit der aktuellen Sanierungsverordnung, welche neue zusätzliche Förderungen ermöglicht und seit Jänner 2009 in Kraft ist. So konnte im vergangen Jahr bei jenen Sanierungsvorhaben, für die bereits ein positiver Förderprüfbericht und eine Baubewilligung vorliegt, eine Steigerung auf rund 17.700 Wohnungen gegenüber rund 10.900 Wohnungen im Jahr 2008 erzielt werden. "Besonders eindrucksvoll ist die Tatsache, dass 2009 die Anträge für geförderte Sanierungen um rund 70 Prozent angestiegen sind. Somit wurden für 805 Wohnobjekte Förderanträge gestellt. 369 Anträge betreffen Thewosan-Sanierungen, also umfassende thermisch-energetische Erneuerungsmaßnahmen, die zu einer Heizwärmereduktion von 50 bis 75 Prozent führen. Allein im Bereich Thewosan können wir damit 2009 gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 80 Prozent verzeichnen. Die Mehrzahl der Anträge - rund 200 von insgesamt 369 - wurden von Wohnungseigentümer-Hausgemeinschaften gestellt", so Ludwig. Die Förderungen sind zudem entsprechend gestaffelt. Je höher die Energieeinsparungen und je besser die Energieeffizienz des Gebäudes durch die Sanierung, desto stärker können Unterstützungen in Form von Zuschüssen und Darlehen in Anspruch genommen werden.

Die Donaumetropole gilt hierbei seit Jahren als internationaler Vorreiter und ist neben der Schaffung von energieeffizientem - und vor allem von erschwinglichem - neuen Wohnraum federführend im Bereich der energieeffizienten Wohnhaushaussanierung. "Dem energieeffizienten Wohnbau - sowohl im Bereich der Sanierung als auch im Neubau - wird speziell auch in den kommenden Jahren größte Bedeutung zukommen. Und da gerade in Zeiten, wo gezielte Maßnahmen zur Konjunkturbelebung von höchster Bedeutung sind, wäre auch die angedachte Fortsetzung des Programms der Bundesregierung zur thermischen Sanierung in mehrfacher Hinsicht wünschenswert und ausdrücklich zu begrüßen", erklärt der Wiener Vizebürgermeister. Die Förderungskriterien seien jedoch dahingehend anzupassen, dass diese Mittel gleichermaßen auch dem mehrgeschossigen Wohnbau zugute kommen. Denn die Förderungen, welche in Form eines Einmalzuschusses von durchschnittlich 4.400 Euro ausbezahlt wurden, sind jeweils für ein Haus - unabhängig von der Anzahl der Wohneinheiten - gewährt worden. Diese Festlegung habe selbstverständlich den ländlichen Raum mit der typischen Einfamilienhausstruktur begünstigt. Um die urbanen Gebiete Österreichs mit einzubeziehen sei es im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit geboten, die Förderung diesmal für Wohneinheiten abzustellen.

"Es ist ein Gebot der Ausgewogenheit, Förderungen für thermische Sanierungen allen Regionen gleichermaßen zu Gute kommen zu lassen. Für Wien wäre eine Fortsetzung der Sanierungsförderung des Bundes unter der bezeichneten Adaptierung sowohl aus Sicht des Klimaschutzes als auch im Hinblick auf eine Unterstützung der Wirtschaft eine begrüßenswerte Ergänzung zu den vom Land Wien bereits geförderten Maßnahmen", so Ludwig.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund zeige auch gerade der erfolgreiche Weg der Wiener Wohnbaupolitik, welch wesentlicher Beitrag im Bereich der Beschäftigung geleistet wird. "Wien hat damit nicht nur wirkungsvoll den Auswirkungen der Wirtschaftkrise gegengesteuert, sondern konnte, während 2009 in einigen Bundesländern die Bautätigkeit deutlich eingebrochen ist, ein Plus von mehr als drei Prozent erzielen. Rund 23.000 Arbeitsplätze werden alleine durch diese Maßnahmen gesichert." Zudem gelte es neben der Bereitstellung von erschwinglichem Wohnraum vor allem auch Maßnahmen zu setzen, die die Bewohnerinnen und Bewohner entlasten und zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen. Hier komme gerade der Stadterneuerung und der Wohnhaussanierung eine besondere Bedeutung zu. (Schluss) csi

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