Landstraße - SP-Ritt: ÖVP-Konzeptforderungen als Ausdruck eigener Konzeptlosigkeit

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Unzahl an Forderungsanträgen der ÖVP-Landstraße in der kommenden Bezirksvertretungssitzung unterstreicht einmal mehr deren bezirkspolitische Orientierungslosigkeit und Unsicherheit", sagt Landstraßer SP-Klubobmann Mag. Thomas Ritt. So befindet sich unter den Anträgen die ÖVP-Evergreen-Forderung nach einer U2-Anbindung des Hauptbahnhofs, der von Expertenseite schon mehrfach eine Absage erteilt wurde. Schließlich rückt der neue Hauptbahnhof vom ehemaligen Standort des Südbahnhofs zum Südtiroler Platz und ist dort direkt an die U-Bahn, 11 Schnellbahn-Linien, drei Straßenbahn-Linien, zwei städtische Buslinien sowie zahlreiche regionale Buslinien angebunden. Der Bahnhof ist damit hervorragend ans hochrangige Öffi-Netz angeschlossen. Die Wegstrecke vom Bahnsteig zur U-Bahn-Station entspricht mit 335 Metern jener am Westbahnhof zu den U-Bahnlinien U3/U6.

Während sich die ÖVP wienweit für eine rücksichtslose Bevorzugung des Autoverkehrs zulasten der schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer einsetzt, agiert die Landstraßer ÖVP nach dem Florianiprinzip und möchte den Fließverkehr am liebsten ganz aus dem Bezirk verbannen und nimmt dafür auch eine Anbindungsverschlechterung von Wohngebieten in Kauf. Unter dem "Deckmäntelchen des Anrainerschutzes" wird eine Änderung des Bauprojekts A23 -Landstraßer Gürtel bzw. umliegender Bauvorhaben (Ghegastraße, Franz-Grill-Straße) verlangt. Dabei sind gerade diese Projekte notwendig, um die Verkehrsströme besser zu kanalisieren und die Wohnqualität durch optimalen Lärmschutz (Einhausung) zu erhöhen. Weitere ausdrücklichen Planungsziele: eine weitgehende Entflechtung des Öffentlichen Verkehrs vom Individualverkehr, eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Anschlussstelle A23 Wien-Gürtel/Landstraße, Bündelung und Entflechtung der Verkehrsströme und eine bessere Erreichbarkeit der Stadtentwicklungsgebiete Eurogate und Arsenal.

Eine besondere Kuriosität ist die Forderung an die Bezirksvorstehung "eine auf dem Donaukanal fahrende Wasserstraßenbahn" zu errichten, was wohl nicht unbedingt die Ernsthaftigkeit der ÖVP-Arbeit im Bezirk unterstreicht. "Die ÖVP-Landstraße ist eingeladen die technischen Realisierungsmöglichkeiten von Gleisanlagen im Donaukanal zu präsentieren", meint SP-Klubobmann Ritt zum vorliegenden Antrag. (Schluss)

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