Scheuer: "Frauen finden in kirchliche Vollzüge zu wenig Einlass"

Festmesse zu 10 Jahre Frauenkommission der Diözese Innsbruck

Innsbruck, 17.06.10 (KAP) "Frauen finden in den unterschiedlichsten Lebensvollzügen von Kirche zu wenig Einlass". Dies bedauerte der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer bei einem Festgottesdienst aus Anlass des 10-Jahres-Jubiläums der diözesanen Frauenkommission. Der Kommission sei es zu verdanken, dass sie den aus dieser Tatsache resultierenden "Schmerz" immer wieder in Erinnerung rufe und damit innerkirchlich "Felder der Gewohnheit" in Frage stelle. Zugleich schaffe sie "heilsame und sorgende Räume für Gemeinschaft" und "Begegnungsmöglichkeiten, damit Frauen sich vernetzen, miteinander im Glauben unterwegs sein und diesen feiern können". Damit eröffne sie eine "prophetische Perspektive" und leiste einen "unverzichtbaren Dienst an Kirche und Gesellschaft", so Scheuer.

Der Kommission stehe durch die gegenwärtigen Veränderungen der Geschlechterrollen in der Gesellschaft noch viel Arbeit bevor, sagte die Vorsitzende der Frauenkommission, Gertrud Ladner, im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten. Innsbrucks Bürgmeisterin Christine Oppitz-Plörer und die Abgeordnete zum Bundesrat, Anneliese Junker, unterstrichen, dass die diözesane Frauenkommission durch ihre Vernetzung mit Frauen in der Politik und mit anderen Frauenorganisationen nicht nur für die Kirche bedeutsam sei.

Die diözesane Frauenkommission wurde im Jahr 2000 unter dem damaligen Innsbrucker Bischof Alois Kothgasser gebildet. Ihr gehören 19 Mitglieder aus unterschiedlichen kirchlichen Bereichen an. Als Beratungsorgan vertritt sie frauenspezifische Anliegen.

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