Schmied (3): Reform heißt Ressourcen effektiv einsetzen und Verantwortung stärken

Interesse der Jugend an Kultur durch Gratis-Museumseintritt fördern

Wien (OTS/SK) - "Wenn wir von einer Reform reden, geht es um die Effektivität des Ressourceneinsatzes am Standort, um das Dienst- und Besoldungsrecht und um die Schulstruktur", so Bildungsministerin Claudia Schmied am Donnerstag in der Fragestunde im Nationalrat. Zum Thema Einsparungen sagte Schmied, dass jemand, der hunderte Millionen oder gar Milliarden Einsparungspotential in der Verwaltung des Bildungsministeriums vermute, gerne seine Berechnungen und Vorschläge vorlegen könne - sie sieht diese Beträge nicht. Weitere Themen in der Fragestunde waren öffentliche Büchereien, der Gratis-Eintritt in Bundesmuseen für Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr, das Projekt "Kunst macht Schule" und die Zusammenführung des Volkskunde- mit dem Völkerkundemuseum. ****

"Ich möchte mit meinem Ministerium einen Beitrag leisten, dass sich die 1.500 öffentlichen Büchereien gut entwickeln können. Gemeinsam mit dem Büchereiverband wurden Qualitätskriterien für eine neue Büchereiförderung, z.B. die Ausstattung betreffend, erarbeitet", so Schmied. Die Fördergelder wurden von 160.000 auf 500.000 Euro erhöht. Ein signifikantes Zeichen für die positive Resonanz auf die Neuerung sei die Anzahl der Antragstellungen. "Seit April sind 250 Anträge auf Büchereiförderung eingelangt. Sie kommt gut an, weil alle Beteiligten eingebunden waren", erklärte die Bildungsministerin. Es sei auch Teil des Kommunikationsplans, das Büchereiangebot auf die älter werdende Gesellschaft anzupassen.

Gratis-Museumseintritt und Leseprojekte für die Jugend

Über den Gratis-Eintritt in Bundesmuseen für Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr sagte Schmied: "Diese kulturpolitische Maßnahme steht unter den Aspekten Bildung, Kunst- und Kulturvermittlung. Die Rückmeldung von allen Bundesmuseen ist sehr, sehr positiv, das Programm wird gut angenommen." Sie hofft, dass dies ein Anreiz für andere Museen sei, es den Bundesmuseen gleichzutun, denn "Museen werden immer mehr zu Bildungseinrichtungen".

Der Bedeutung des Lesens wird mit dem Projekt "Kunst macht Schule" Tribut gezollt, in dessen Rahmen z.B. Autorenlesungen angeboten werden. "Regionale Kulturinitiativen und Kunstschaffende sind mir ein großes Anliegen, sie sind ganz wichtige Partner im Projekt 'Kunst macht Schule'", so die Bildungsministerin. Das konkrete Ziel: Bis 2013 soll jede Schule eine Kunst- und Kulturpartnerschaft eingehen, hier seien regionale Initiativen besonders angesprochen.

Zum Thema Zusammenführung des Volkskunde- und des Völkerkundemuseums sagte Schmied, dass die eigene nicht mit fremden Kulturen verschmelzt werden soll, sondern "unsere Art von Kultur selbstbewusst mit anderen verglichen und in einen positiven Dialog treten soll". Derzeit gibt es noch keine entscheidungsreifen Pläne; ein Konzept wurde bereits in Auftrag gegeben. Es geht dabei nicht um Identitätsaufgabe, sondern um Synergieeffekte wie sie z.B. beim Theatermuseum im Kunsthistorischen Museum gegeben sind. (Schluss) bj

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