Schmied (2): Erfahrungen mit Schulpartnern an Schulversuchsstandorten sind gut

Leistung und Qualität der Schulen sollen verbessert werden

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied betonte in der Fragestunde des Nationalrats am Donnerstag weiters, dass die Erfahrungswerte, die mit den Schulpartnern an den Schulversuchstandorten gemacht wurden "sehr gut" seien. Aufgrund der Zehn-Prozent-Klausel könne man leider nicht alle Standorte bewilligen. Es gebe Anfragen für über 600 Standorte. "Das ist kein kleiner Schulversuch mehr, das ist eine österreichweite Bildungsbewegung", so die Bildungsministerin. ****

Als "Schlüssel zum Erfolg" bezeichnete Schmied, dass die Entscheidung zur Neuen Mittelschule an jedem Standort individuell getroffen wurde und sich die einzelnen Schulen individuell entwickeln. Nur so könne man auf die unterschiedlichen Anforderungen des urbanen und ländlichen Raumes reagieren. Sie sprach sich daher für mehr Entscheidungskompetenzen und Selbstverantwortung für die Schulen aus. Man müsse "von der Erlasskultur wegkommen". Neben der Stärkung der Schulstandorte sprach sich Schmied auch für die Abschaffung der Bezirksschulräte aus. "Die Arbeiten dazu beginnen im Herbst", so Schmied, die darauf hinwies, dass diese Maßnahme auch im Regierungsprogramm festgeschrieben sei. Die Bildungsministerin bekannte sich auch klar dazu, den Verwaltungsaufwand dem Lehrerinnen und Lehrer ausgesetzt sind zu reduzieren.

Das Sitzenbleiben abzuschaffen sei kein Ziel, so Schmied. Vielmehr müsse man sich überlegen, ob ein Kurssystem ähnlich dem für Abendschulen geplanten auch in der Oberstufe eingeführt werden soll. "Ziel ist Leistung und Qualität der Österreichischen Schulen zu verbessern", so Schmied. Weiters müsse man den Schülerinnen und Schülern durch intensive Beratung und Begleitung erleichtern die persönlich richtige Bildungsweg-Entscheidung zu treffen.

Deutsch ist "Schlüssel zu Bildung"

Bei den Schulabbrechern ortet Schmied eine Verbesserung. Die Quote sei von 10,1 Prozent auf 8,7 Prozent gesunken. "Das kann aber nicht heißen, dass wir uns zurücklehnen", betonte Schmied. Sie bezeichnete Deutsch als "Schlüssel zur Bildung" und sprach sich entschieden für eine frühe Förderung im Kindergarten und in den Volksschulen aus. Wichtigster Punkt hierbei sei das verpflichtende Kindergartenjahr ab dem fünften Lebensjahr. Damit verbunden brauche es einen Bildungsplan der Maßnahmen zur Sprachförderung enthält. Dieser wird ab Herbst verpflichtend für alle in Kraft treten. Wichtig ist auch die Verlängerung der Sprachförderung Deutsch auf zwei Jahre. Auch müsse es gelingen die Eltern zu erreichen. "Sie sind wichtige Bildungspartner und entscheidend für den Bildungserfolg der Kinder", so Schmied.

Angesichts der hohen Kosten für Nachhilfe betonte die Ministerin:
"Wichtig ist nicht wie man Nachhilfe finanzieren kann. Wichtig ist, was man tun kann damit Nachhilfe nicht nötig wird. Wir müssen den Lern- und Bildungserfolg in den Schulen steigern", so Schmied. Dazu brauche es neben mehr Individualisierung und Bildungsstandards die Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer. (Forts) sa

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