Berlakovich: Weißenbach ist erste Schutzwaldpartnergemeinde in der Steiermark

Tagung der der Österreichischen Bundesschutzwaldplattform in der Steiermark

Wien (OTS) - "Rund 30 Prozent der Waldfläche in Österreich erfüllen eine Schutzfunktion. 80 Prozent unserer Staatsfläche sind Berggebiete und wären ohne den Schutz des Waldes nicht besiedelbar. Seit 2002 können entsprechende Gemeinden als Schutzwaldpartnergemeinde ausgezeichnet werden, was mit einer Unterstützung für Schutzwaldsanierungsprojekte verbunden ist. In Tirol gibt es bereits zehn Schutzwaldgemeinden, ab heute gehört auch Weißenbach in der Steiermark dazu", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich heute anlässlich der Auszeichnung von Weißenbach als Schutzwaldpartnergemeinde im Rahmen der Tagung der Österreichischen Bundesschutzwaldplattform.

"Der Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren gehört zu meinen obersten Prioritäten und unser Ziel muss sein, durch einen intakten Schutzwald Schäden zu vermeiden oder zumindest das Schadensausmaß immer mehr zu minimieren. Der Austausch von Wissen und die fachliche Kooperation zwischen den Gemeinden, den Ländern und dem Bund tragen wesentlich zur Steigerung des Sicherheitsniveaus und zur Verbesserung des Gefahrenbewusstseins der betroffenen Bevölkerung und der Entscheidungsträger bei", so Berlakovich.

Ziel der Schutzwaldplattformen ist es, das Verständnis in der Bevölkerung für Schutzmaßnahmen zu schaffen und alle Beteiligten zu involvieren, wenn Sanierungsmaßnahmen notwendig sind . Gemeinden mit einer sehr aktiven Plattform können beim Land den Status einer Schutzwaldpartnergemeinde beantragen.

Finanziert werden die Plattformen durch Fördermittel des EU Programms zur Ländlichen Entwicklung. Insgesamt stehen dabei für die Schutzwaldsanierung jährlich 11,2 Millionen Euro zur Verfügung, das heißt knapp ein Drittel der gesamten forstlichen Förderung kommt dem Schutzwald zu Gute. Darüber hinaus kommen auch rund 1,5 Millionen Euro nationale Mittel aus dem Budget der Wildbach- und Lawinenverbauung hinzu.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0003