Seeber: Die neue Lebensmittelkennzeichnung hat Geschmack

Aus für Schummelschinken und Analogkäse

Straßburg, 16. Juni 2010 (OTS) "Die Konsumenten sind die großen Gewinner einer neuen EU-weiten Lebensmittelkennzeichnung. Die sehr umstrittene Ampelregelung konnte zu Sturz gebracht werden, die Ursprungskennzeichnung hat sich zudem klar durchgesetzt. Diese gilt für unverarbeitete und verarbeitete Produkte, wie zum Beispiel Käse und Quargel. Auch freiwillige Kennzeichnungssysteme, wie das österreichische AMA-Gütesiegel, ist weiterhin zulässig und bleibt ein Beweis für ausgezeichnete heimische Qualität. Einem eigenen EU-Logo, das bei den Konsumenten nur für unnötige Verwirrung gesorgt hätte, wurde eine Abfuhr erteilt", zieht der EVP-Umweltsprecher Dr. Richard Seeber Bilanz über ein seitenschweres Dossier mit über 400, teils sehr heiklen, Änderungsanträgen aus allen politischen Fraktionen. ****

Angaben des Ursprungslandes für Primarprodukte wie Milch, Fleisch oder Geflügel seien verpflichtend. "Es muss in Zukunft nachweisbar sein, wo ein Tier geboren, gemästet und geschlachtet wurde. Imitate wie zum Beispiel Käseimitat müssen künftig als solche gekennzeichnet werden. Analogkäse oder Schummelschinken haben in den Regalen keine Chance mehr. Irreführende Kennzeichnungen werden ab sofort verboten", unterstreicht Seeber erneut.

Heikel seien einzig allein die Nährwertprofile. Diese starren Raster können nicht die Vielfalt der Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe widerspiegeln. Das hätte Auswirkungen auf regionale Grundnahrungsmittel, wie das heimische Schwarzbrot oder den Apfelsaft. Denn, aufgrund dieser Nährwertraster besteht die Gefahr, dass sie nicht als 'gesund' beworben werden dürfen. "Aber auch hier haben wir bereits vorgesorgt. EU-Kommissar John Dalli versicherte in einem Brief, dass Grundnahrungsmittel von Nährwertprofilen ausgenommen werden sollen. Ich vertraue auf das Wort des Kommissars und begrüße sein Einlenken zum Wohle der Konsumenten und unserer heimischen landwirtschaftlichen Produzenten. Ich vertraue fest darauf, dass der naturtrübe Apfelsaft als gesund beworben werden darf", informiert Seeber.

Einen breiten Konsens gab es über die verpflichtenden Angaben von allergenen Inhaltsstoffen. "Immer mehr Menschen leiden an Allergien und sind auf die richtige und sofort erkennbare Zusatzinformation angewiesen. Daher sind Angaben über allergene Zusatzstoffe für den Konsumenten wichtig und richtig", so der Umweltsprecher. "Insgesamt haben wir eine ausgewogene und konsumentenfreundliche Abstimmung erreichen können. Der Konsument wird schon bald den Mehrwert spüren", schließt Seeber.

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