FPK-Scheuch: Zuwachs bei Vorstandsgehältern der Post völlig unverständlich

Angesichts weiterer Postämterschließungen solidarische Kürzungen gefordert

Klagenfurt (OTS) - "Dass die Post moderner werden muss, werden
wohl alle bestätigen können, die in letzter Zeit einmal in einem Postamt zu tun hatte. Ob die Modernisierung allerdings die Schließung von weiteren sieben Postämtern in Kärnten verlangt, bezweifle ich stark. Aber vor allem die Tatsache, dass gleichzeitig zur Schließungswelle die Gehälter der Post-Vorstände letztes Jahr um 46 Prozent gestiegen sind, führt sämtliche Spar- und Modernisierungsmaßnahmen ad absurdum", stellt FPK-Obmann DI Uwe Scheuch fest.

Besonders die ländliche Bevölkerung sei auf eine funktionierende Infrastruktur inklusive eines guten Postnetzes angewiesen, erklärt Scheuch. Trotzdem sind laut Medieninformationen in Kärnten folgende Postämter von der Schließungswelle bedroht: St. Paul, Treffen bei Villach, Bad Bleiberg, Ferndorf, Obervellach, Gmünd, Sillian. "Lange Wege und ein viel geringeres Alternativangebot als in der Stadt machen der Landbevölkerung so oder so schon das Leben schwer. Wenn man ihre Geduld mit weiteren Schließungen jetzt noch weiter strapaziert, so muss das wenigstens auch mit solidarischen Kürzungen bei den Manager-Gehältern einhergehen", fordert Scheuch. Es sei völlig unverständlich, wieso von allen an der Wiener Börse vertretenen Unternehmen gerade die Post den höchsten Zuwachs bei den Vorstandsgehältern habe - trotz Sparvorgaben und trotz gesunkenem Konzerngewinn. Durchschnittlich verdient ein Postvorstand 763.000 Euro jährlich.

"Hier passt etwas nicht zusammen! Und wenn der Aufsichtsrat nichts dagegen tun will, so muss die Bundesregierung einschreiten. Es darf nicht sein, dass im Vertrieb extrem viel gespart, im Vorstand aber extrem viel abgecasht wird", schließt FPK-Obmann Scheuch.

(Schluss/le)

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