Heinisch-Hosek: Frauen brauchen keine Nachhilfe, aber Möglichkeit zur beruflichen Orientierung und Weiterentwicklung

ABZ wichtiger Kooperationspartner im Bereich der Frauenförderung

Wien (OTS/SK) - "Frauen brauchen keine Nachhilfe, aber sie
brauchen Zeit und Möglichkeit, um sich beruflich zu orientieren, umzuqualifizieren und sich so beruflich weiterzuentwickeln. Organisationen wie das ABC machen das möglich und für die gute Arbeit möchte ich mich bedanken", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek beim Eröffnungsfest des neuen Standortes der ABZ in der Simmeringerstraße. Das ABZ sei ein wichtiger Kooperationspartner, wenn es um Initiativen und Projekte zur Frauenförderung gehe, so die Frauenministerin. ****

Die Gründe dafür, dass Frauen, wie der jüngste Frauenbericht zeige, bei gleicher Qualität der Ausbildung am Arbeitsmarkt immer noch deutlich schlechter gestellt sind als Männer, seien vielfältig, so Heinisch-Hosek. Berufswahl und fehlende Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien Faktoren, aber es müsse vor allem auch ein gesellschaftliches Umdenken passieren. "Eure Initiative ermutigt Frauen dazu, sich beruflich zu entfalten. Wir in der Politik müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit Frauen ihren Weg gehen können. Nur gemeinsam können wir es schaffen, dass sich gesellschaftspolitisch etwas ändert", ist die Frauenministerin überzeugt. Frauen bräuchten z.B. bessere Beratung bei Berufswahl und Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten auch im Bereich frauenuntypischer Berufe, Männer müssten in dem Wunsch bestätigt werden, Väterkarenz in Anspruch zu nehmen. "Gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen Frauen gefördert werden. Das Potential, das gut ausgebildete Frauen für den Arbeitsmarkt darstellen, muss genutzt werden", betonte die Frauenministerin. "Frauenförderung bedeutet einen unmittelbaren volkswirtschaftlichen Nutzen."

Hundstorfer: Brauchen motivierte und gut ausgebildete Menschen am Arbeitsmarkt

Sozialminister Rudolf Hundstorfer sprach sich beim Eröffnungsfest dafür aus, dass auch in Zeiten der Krise die "soziale Balance und Symmetrie" gewahrt werden müsse. Bei wesentlichen Sozialleistungen, auf die besonders Frauen häufig angewiesen sind, und bei wichtigen Projekten zur Frauenförderung dürfe nicht der Rotstift angesetzt werden. "Wir müssen zwar sparen. Aber ich bin kein Freund der Rasenmähermethode. Tolle Projekte dürfen nicht zu Tode gespart werden", so Hundstorfer. "Wir brauchen motivierte und gut ausgebildete Menschen am Arbeitsmarkt. Bildung schützt zudem am wirkungsvollsten vor Armut", betonte der Sozialminister. Die Anzahl berufstätiger Frauen sei zwar in den letzten Jahren auf 1,4 Millionen gestiegen - 41 Prozent von ihnen befänden sich aber in schlechter bezahlten Teilzeitjobs. Der Zugang für Frauen zum Arbeitsmarkt und vor allem zu besser qualifizierter Arbeit müsse daher erleichtert werden, so Hundstorfer abschließend. (Schluss) sc

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