Kernstock: Sicherstellung und Finanzierung des Spitalswesens zentrale Aufgabe der NÖ Budgetpolitik

Finanzielle Herausforderungen werden in den nächsten Jahren massiv zunehmen

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Die Sicherstellung der klinischen Versorgung bleibt in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung der niederösterreichischen Landespolitik. Wenn bereits jetzt mit rund 2 Milliarden Euro mehr als ein Viertel des gesamten Landesbudgets in die Landeskliniken fließt, so wissen wir angesichts überproportionaler Kostensteigerung und (noch) rückläufiger Steuereinnahmen über die künftigen Notwendigkeiten der finanziellen Absicherung unserer Landeskliniken, aber auch des laufenden Ausbauprogramms mit rund 2 Milliarden Euro", so der Landeskliniken-Sprecher der SPNÖ, LAbg. Otto Kernstock im Vorfeld der Debatte um das Budget für die NÖ Landeskliniken.****

Höchstes Ziel einer sozialdemokratischen Gesundheitspolitik ist die Absicherung der besten gesundheitlichen Versorgung für alle Menschen, unabhängig vom Einkommen, unabhängig vom Wohnort und unabhängig von Alter und Herkunft. Gleichzeitig geht es aber auch um eine dynamische Weiterentwicklung des Gesundheitssystems, was vor allem laufende Investitionen in neue medizinische Techniken und Fortschritte bedeutet. "Wer heute die Kostendynamik negiert und nicht rechtzeitig finanziell und personell vorsorgt, der könnte in wenigen Jahren schon vor Engpässen stehen, die wir alle vermeiden wollen - nämlich der Unmöglichkeit einer flächendeckenden Finanzierung unseres Spitalswesens", so Kernstock.

"Was wir neben Modernisierungsinvestitionen in unseren Spitälern vor allem brauchen sind zusätzliche Ärztinnen und Ärzte sowie zusätzliches Pflegepersonal. Die Beschäftigten in unseren Spitälern leiden seit Jahren unter zu langen Arbeitszeiten und Diensten, unter Personalmangel und vor allem auch an Überlastung. 31 Prozent der Beschäftigten bei den ÄrztInnen und 22 Prozent in den Gesundheitsberufen sind bereits von Burnout bedroht. Dies ist ein alarmierendes Zeichen für Niederösterreich und zeigt akuten Handlungsbedarf. Unsere Spitäler brauchen zusätzliches Personal, die Arbeitsbedingungen müssen, auch im Interesse der Patientinnen und Patienten, besser werden", spricht Kernstock das Ergebnis einer aktuellen Studie an.

"Wir haben in NÖ ein gutes Spitalswesen, welches in Zukunft vor noch größeren Herausforderungen betreffend der Finanzierung stehen wird. Wichtige Modernisierungsschritte sind weiter zu setzen, was aber auch bedeutet, die vorhandenen Mittel effizient einzusetzen. Nicht zuletzt ist aber auch festzuhalten, dass hier der Blick nicht nur auf Niederösterreich und seine Strukturen beschränkt sein kann, sondern vor allem auch bundespolitisch zu entsprechenden Strukturen und letztlich zu einer Finanzierungssicherheit des Spitalswesens sowie der Qualitätssicherung der umfassenden Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gefunden werden muss. Auch hier dürfen wir uns möglichen und notwendigen Schulterschlüssen aus leichtfertigem und vielleicht parteipolitisch geprägtem Kartönlidenken nicht verweigern", so Kernstock.
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