AK: Mehr statt weniger Verbraucherschutz im ORF Web nötig

Dem Informationsgehalt auf den ORF-Webseiten drohen drastische Einschrän-kungen

Wien (OTS) - Vor massiven Informationseinschnitten im ORF-Onlineangebot warnen die AK Kon-sumentenschützer. Wird der jüngste parlamentarische Abänderungsantrag zum ORF Gesetz heute, Donnerstag, umgesetzt, dann werden die gut besuchten ORF-Onlineseiten nur mehr weit dürftigere als die gewohnten Informationen anbieten können. Zum Beispiel auf den Seiten der ORF-Landesstudios nur noch ganz weni-ge oder gar keine Verbraucherinformationen, die gerade in Zeiten von rasanter Technikentwicklung und Finanzkrise unersetzlich sind. Daher sind solche Ein-schnitte für die AK völlig unbegreiflich. Auch die geplante Pflichtregistrierung von Usern in ORF-Foren widerspricht berechtigten Nutzerinteressen, so die AK.

Interessen der KonsumentInnen bleiben beim neuen ORF-Gesetz auf der Strecke - denn dem Infoportal "Futurezone" droht ein Aus. Auch andere ORF-Webangebote dürften in ihrer bewährten Form nicht weiterbestehen, wenn die ORF-Webinformationen nur noch "sendungsbegleitend" sein dürfen. Das heißt, Themen müssen in einem Radio- oder Fernsehbeitrag behandelt worden sein, damit sie - und ausdrücklich nicht "vertiefend" - auch im ORF-Internetangebot vorkommen dürfen. Dadurch wird viel thematisch Wichti-ges das Publikum nicht mehr erreichen. Das könnte auch Infoangebote betreffen, die sich speziell an KonsumentInnen richten.

Verbraucherinformation und -bildung ist eine völlig unstrittige öffentliche Aufgabe und wird in Zeiten der Wirtschaftskrise, immer komplexerer Produktgestaltung und Technik-entwicklung dringender und ausführlicher benötigt denn je, sagen die AK Konsumenten-schützer.

Auch der Plan, Foren und Chatangebote auf der ORF-Webseite im Umfang zu be-schränken, widerspricht dem Nutzerinteresse an einem -auch demokratiepolittisch wich-tigen - freien Austausch über ein vielfältiges Themenspektrum. Dass sich Forennutzer künftig außerdem unter Angabe von Vor- und Nachname und der Wohnadresse registrie-ren müssen, ist in Zeiten wachsender Datenschutzsensibilität ebenfalls ein Rückschritt.

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