BZÖ-Westenthaler: Glücksspielgesetz ist ordnungspolitischer Fortschritt

"Es fehlt aber noch die Reglementierung des Online-Gamings"

Wien (OTS) - "Ordnungspolitisch ist es mir allemal lieber, man hat einen geordneten reglementierten Spielermarkt als einen illegalen, den man nicht kontrollieren kann. Das ist eigentlich der Kern dieses Gesetzes", meinte heute BZÖ-Klubobmannstellvertreter Abg. Peter Westenthaler im Zuge der parlamentarischen Debatte zum Glücksspielgesetz. "Das Kleine Glücksspiel wird mit mittels Lizenzierungsverfahren, mittels Identifikationsschranken dem Großen Glücksspiel gleichgestellt. Da kann man ja nichts dagegen haben", so Westenthaler.

"Ich habe etwas gegen die kleinen "kriminellen Kammerln" mit zwei, drei Automaten, wo es keine Kontrollen gibt. Und das wird es mit diesem Gesetz nicht mehr geben. Es wird nur mehr Lizenznehmer geben, die sich dem strengeren Korsett des Spielerschutzes, der nun angelegt wird, unterwerfen müssen. Außerdem wird es eine maximale Anzahl von Automaten geben. Es wird daher rund 10.000 Automaten weniger in Österreich geben. Das ist auch ein Erfolg gegen die Spielsucht und für den Spielerschutz. Das ist auch das Ende des illegalen Glücksspiels. Dem Staat sind nämlich bisher 300 Millionen Euro an Steuern entgangen - beim Internet noch mehr. Das ist damit ein ordnungspolitischer Fortschritt, den wir unterstützen können", erklärte Westenthaler.

"Es fehlt aber noch die Reglementierung des Online-Gamings. Das ist wichtig, weil auch in diesem Bereich unhaltbare Zustände herrschen. Eine Milliarde Euro gehen via Online-Gaming derzeit ins Ausland. Daher muss es auch in Österreich ein Lizenzierungsverfahren für das Online-Gaming eingeführt werden - ebenfalls mit strengen Spielschutzkriterien, aber das Geld, das dort gespielt wird und über Steuern hereinkommt, muss im Land bleiben", betonte Westenthaler.

In diesem Zusammenhang übte Westenthaler Kritik an den Grünen. "Von dieser einst so progressiv-liberalen Bewegung, wo der "natürliche Feind eigentlich das Verbot" ist, hört man heutzutage nur mehr "Verbot, Verbot, Verbot". Nur im Zusammenhang mit Drogen hört man kein Verbot aus dem Munde der Grünen. Im Gegenteil, da wird die Freigabe propagiert".

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