Steinhauser zu Obsorge: Gemeinsamkeit kann man nicht verordnen

Grüne schlagen Modell mit Schlichtungsstelle vor

Wien (OTS) - "Gemeinsamkeit kann man nicht verordnen, sondern nur erarbeiten" reagiert der Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser, auf den Vorschlag von Justizministerin Bandion-Ortner die gemeinsame Obsorge nach Scheidung gesetzlich automatisch zu verankern. Für Steinhauser wäre es wichtig Eltern nach der Trennung die Möglichkeit zu bieten, die Konflikte im Sinn der gemeinsamen Kinder aufzuarbeiten.

In einem von Steinhauser und Familiensprecherin Daniela Musiol ausgearbeiteten Modell ist vorgesehen, dass nach einer Trennung die Obsorge beider Elternteile bestehen bleiben soll, solange Einvernehmen darüber besteht. Ist das nicht der Fall, soll eine Schlichtungsstelle angerufen werden können. Die Schlichtungsstelle versucht dann Lösungen zu finden - ist das nicht möglich, entscheidet das Gericht, welcher Elternteil die Obsorge alleine erhält.
Damit unterscheiden sich die Grünen Vorschläge von Modellen, die die gemeinsame Obsorge gesetzlich anordnen wollen. "Im Ergebnis bedeutet das, dass in Konfliktfällen versucht werden soll, Lösungen zu erarbeiteten. Ist das nicht machbar, soll nur ein Elternteil die Obsorge erhalten. Eine gesetzlich zwingende gemeinsame Obsorge ist nicht vorgesehen", erläutert Musiol.

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