Wien: Serben begehen "150 Jahre Kirchengemeinde"

Präsidenten Tadic und Fischer am 29. Juni Gäste im Dommuseum

Wien, 16.06.10 (KAP) Mit großen Feierlichkeiten begehen die Wiener Serben Ende Juni das 150-jährige Bestehen ihrer Kirchengemeinde in der österreichischen Hauptstadt. Den Auftakt bildet ein Festgottesdienst am Montag, 28. Juni, 9.30 Uhr, in der St.-Sava-Kirche in Wien-Landstraße, Veithgasse 3, mit den serbisch-orthodoxen Bischöfen Irinej Bulovic (Novi Sad/Backa), Konstantin Dokic (Hildesheim) sowie Metropolit Michael Staikos und den weiteren Höchstvertretern der Wiener orthodoxen Kirchen. Bei dem Gottesdienst singt der Chor "Sveti Stefan Decanski" aus Novi Sad unter der Leitung von Tamara Petijevic.

Der serbische Staatspräsident Boris Tadic, der zu einem Staatsbesuch nach Wien kommt, wird am Dienstag, 29. Juni, um 19 Uhr bei der Eröffnung der großen Serbien-Ausstellung im Wiener Dommuseum dabei sein und eine Rede halten. Kardinal Christoph Schönborn als "Hausherr" hält die Eröffnungsansprache. Ebenso sprechen bei der Feier Bundespräsident Heinz Fischer und Bischof Irinej Bulovic, der auch Mitglied der offiziellen orthodox-katholischen theologischen Dialogkommission ist. Die Ausstellung trägt den Titel "Serbien -Kulturelle Brücke zwischen Ost und West". Das Dommuseum entspricht mit dieser bis zum 30. Oktober anberaumten Ausstellung dem 150-Jahr-Jubiläum der bedeutenden serbisch-orthodoxen Gemeinde in Wien.

Die Geschichte der orthodoxen Serben in Wien geht ins 18. Jahrhundert zurück, als sich erstmals größere anderssprachige Gemeinden in der Stadt niederließen. 1860 wurde eine erste Kirchengemeinde zum heiligen Sava gegründet. Ihr gehörten damals bereits 1.500 Mitglieder an. Heute leben in Wien an die 200.000 Angehörige der serbisch-orthodoxen Kirche, in ganz Österreich sind es laut den Angaben des Bischofsvikariats an die 400.000.

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