Matznetter: Gleichstellungspolitik ist gleichzeitig Wirtschaftsförderung

Einkommenstransparenz hilft, Fehlentwicklungen zu beheben

Wien (OTS/SK) - "Die Gleichstellung der Frauen zu forcieren heißt, die Wirtschaftsleistung zu steigern", so SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter in der Aktuellen Stunde zum Thema Gleichstellung im Nationalrat. Oft würden von den Unternehmern immer die gleichen Antworten gegeben, wenn sie gefragt werden, warum es keine Frauen in der Geschäftsleitung oder zu 90 Prozent Männer als Abteilungsleiter gibt: Keine Frau hätte sich beworben, es hätte sich zufällig so ergeben. "Wenn tausende Male angeblich zufällig Menschen mit anderen körperlichen Merkmalen in bessere Funktionen kommen, so ist die Entscheidung nicht aufgrund von Fähigkeiten, Tüchtigkeit oder Bildung gefallen", so Matznetter, der ausführte, dass es gleich viele weibliche und männliche Uniabsolventen gibt. "Wir müssen Regeln finden, dass Entscheidungen nicht vom Vorhandensein bestimmter körperlicher Merkmale abhängen", so der SPÖ-Wirtschaftssprecher. Wenn 100 Prozent der potentiellen Arbeitnehmer, also Frauen und Männer, ausgeschöpft würden, werde besseres Führungspersonal gefunden, so Matznetter, der betonte, dass dies "die Wirtschaftsleistung steigert, denn Gleichstellungspolitik ist gleichzeitig Wirtschaftsförderung." ****

Aus seiner Erfahrung als Arbeitgeber weiß Matznetter, dass viele Frauen schon beim Bewerbungsgespräch mit ihren Gehaltsvorstellungen weit unter den Beträgen, welche männliche Bewerber nennen, liegen. Daher begrüßt er die Einkommenstransparenz, auf die sich die Sozialpartner und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek geeinigt haben. "Diese Information hilft den Aufsichtsräten, den Geschäftsführern und dem Betriebsrat, Fehlentwicklungen zu erkennen und zu beheben", so der SPÖ-Wirtschaftssprecher. "Wenn wir dafür sorgen, dass es eine gleichförmige Bezahlung gibt, wird das den Unternehmen und der Wirtschaft helfen", so Matznetter abschließend. (Schluss) bj

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