VP-Leeb ad Brauner: "Absolut kein Grund zur Selbstbeweihräucherung"

Brauners Aussagen über "Erfolgsbilanz" des RWS ins Reich der Fantasie verwiesen

Wien (OTS) - "Absolut keinen Grund zur Selbstbeweihräucherung" sieht ÖVP-Stadträtin Isabella Leeb in Sachen Regionales Wirtschaftsservice: "Die Aussagen von Wirtschaftsstadträtin Brauner gestern Abend in der Ottakringer Brauerei sind ins Reich der Fantasie zu verweisen!" Wie bereits eine Studie im Auftrag des unabhängigen Managementclubs bescheinigt, hat sich der Wirtschaftsstandort Wien in den vergangenen Jahren stark verschlechtert. "Wien ist mittlerweile in den wichtigsten Kennzahlen Schlusslicht oder zumindest im unteren Drittel im Österreich-Vergleich. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen es den Unternehmern schwer, in Wien Fuß zu fassen, ihre Firmen aufzubauen und wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Genehmigungsverfahren sind bürokratisch kompliziert und langsam. "In Wien sollte ein Betriebsgenehmigungsverfahren binnen drei Monaten abgehandelt werden. Die Realitäten sehen leider anders aus, weil es die Stadt Wien nicht einmal schafft, selbst gesteckte und ohnehin wenig ehrgeizige Ziele zu erreichen. Mehrjährige Verfahrensdauern sind keine Seltenheit - zum Leidwesen all jener, die bereit wären, in unserer Stadt ein Unternehmen zu gründen und damit einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum zu leisten. Serviceeffizienz auch im Dienste der Unternehmer ist leider eine Seltenheit, auch wenn Brauner gebetsmühlenartig das Gegenteil behauptet", so Leeb.

In Wien hat es im Jahr 2009 insgesamt 98 Betriebsansiedlungen gegeben. Lediglich neun davon wurden auf Beratung und Vermittlung der Wirtschaftsagentur Wien (früher WWFF) zustande gebracht. Die restlichen 89 wurden von der dem Wirtschaftsministerium unterstellten ABA eingefädelt. "Sich im Lichte dieser Ereignisse und in Kenntnis der Fakten als Retter der Wiener Wirtschaft zu preisen, ist schon entlarvend und ein starkes Stück", kritisiert Leeb die Wirtschaftsstadträtin scharf. Auch ein Vergleich mit Niederösterreich stellt der Wiener Wirtschaftspolitik ein vernichtendes Zeugnis aus:
Die niederösterreichischen Betriebsansiedler von ECO Plus konnten im Jahr 2009 neun Mal so viele Betriebe ansiedeln wie ihr Wiener Pendant, im Jahr davor sogar 30 Mal so viele.

"Die Wiener Stadtregierung bejubelt jedes Jahr die großartige Zahl an Ansiedelungen. In Wirklichkeit erledigen die Bundesbetriebsansiedler der ABA die ganze Arbeit, die Wiener Agentur ist mehr mit sich selbst beschäftigt. Und alles, was der Stadt einfällt, um von dieser Misere abzulenken, ist die Umbenennung des WWFF in Wirtschaftsagentur Wien", so die VP-Stadträtin. Und abschließend: "Geben wir Gründern Gründe zu gründen und hören wir endlich auf mit der Verhinderungspolitik. Nur eine effektive Stärkung des Unternehmertums schafft Arbeitsplätze!"

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