Mitterlehner: Windkraft in Österreich startet neu durch

Höhere Einspeisetarife ermöglichen weiteren Ausbau

Scharndorf (OTS/BMWFJ) - Die Errichtung der ersten Windkraftanlage
- im Zuge der Erweiterung des Windparks Scharndorf im Bezirk Bruck an der Leitha (NÖ) - leitet eine neue Ausbauphase der Windkraft nach mehrjährigem Stillstand ein. Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner besichtigte heute, Mittwoch, die Bauarbeiten in diesem Windpark der Raiffeisen-Leasing. "Windkraft ist ein wichtiger Beitrag für eine saubere und sichere Energieversorgung. Sie steht knapp vor der Marktreife, daher messen wir ihr auch in der Energiestrategie Österreich große Bedeutung bei", sagt Mitterlehner. "Ich freue mich daher, dass aufgrund der höheren Einspeisetarife wieder in den Ausbau der Windkraft investiert wird. Das schafft Arbeitsplätze und hilft der Umwelt durch einen niedrigeren CO2-Ausstoß", so Mitterlehner.

"Mit dem neuen Einspeisetarif für 2010 kommt auch in Österreich der Windkraftausbau wieder in Gang. Im Gegensatz zum weltweiten Trend herrschte bei uns seit vier Jahren Stillstand. Mit dem neuen Tarif in der Höhe von 9,7 Cent kann nun an den effizientesten Standorten in Österreich wieder gebaut werden", kommentiert Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Wir freuen uns, endlich wieder in österreichische Windprojekte investieren zu können, nachdem wir in den letzten Jahren nur im Ausland projektiert haben", so Mag. Peter Engert, Geschäftsführer von Raiffeisen-Leasing.

Die IG Windkraft zeigt sich erfreut über den vom Wirtschaftsminister am "Ökostrom Tag 2010" gestarteten, konstruktiven Diskussionsprozess zur Optimierung des Ökostromgesetzes. "Projekte im Ausmaß einiger hundert Megawatt sind derzeit im Planungs- und Genehmigungsprozess weit fortgeschritten", so Moidl.

Windkraft ist ein Wirtschaftsfaktor

Der Ausbau der Windkraft leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit sauberer und heimischer Energie und schafft regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. "Wir haben eine starke Windkraft-Zulieferindustrie, die Komponenten wie Flügelblattmaterial, Steuerungen, Generatoren oder Windkraft-Patente an internationale Hersteller liefert", so Mitterlehner. "Das jährliche Exportvolumen beträgt 350 Millionen Euro. Gemeinsam mit den inländischen Aufträgen schafft das 2.500 Jobs."

Österreich schließt an weltweiten Boom der Windkraft an

Trotz Wirtschaftskrise ist der weltweite Windenergiemarkt im Vorjahr um 31 Prozent auf 158.000 Megawatt (MW) gewachsen. 45 Milliarden Euro wurden 2009 weltweit in Windprojekte investiert. Zum dritten Mal in Folge war die Windenergie beim Kraftwerksneubau die Nummer eins in Europa: 2009 stammten 39 Prozent der neu errichteten Kraftwerksleistung aus Windkraft. Nun schließt auch Österreich an diesen Boom wieder an. Im geltenden Ökostromgesetz ist ein Ausbau-Ziel von zusätzlich 700 MW Windkraftanlagen bis zum Jahr 2015 enthalten, und die Energiestrategie Österreich sieht einen Ausbau von 1.400 MW bis zum Jahr 2020 vor.

Mitte Juni bis Mitte Juli werden in Niederösterreich in den Windparks Scharndorf, Berg und Maustrenk je eine Windkraftanlage mit je 2 MW errichtet. Weitere Windkraftanlagen mit 34 MW sind in Niederösterreich bewilligt und stehen in der nahen Zukunft zur Realisierung an. Alleine im Burgenland laufen derzeit Genehmigungsverfahren für 170 Windkraftanlagen mit 500 MW Leistung.

Anfang 2010 lieferten 617 Windräder mit einer Gesamtleistung von 995 MW Strom in das österreichische Stromnetz. Diese Anlagen erzeugen ca. 2,1 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom - dies ist der Jahresstromverbrauch für rund 570.000 Haushalte. Gleichzeitig werden 1,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Ein Windrad bringt genau so viel CO2-Einsparung wie der Verzicht von 1500 Österreichern auf ihr Auto.

Die Raiffeisen-Leasing verfolgt das Thema der erneuerbaren Energien seit Jahren intensiv und umfassend und zählt in Österreich mit 72,5 MW zu den größten Investoren und Ökostromerzeugern im Bereich der Windenergie. Die Erweiterung des Windparks Scharndorf, der von der Raiffeisen-Leasing im Bezirk Bruck a. d. Leitha in NÖ betrieben wird, erfolgt mit einer 2 MW Anlage von Vestas.

Fotos von der Besichtigung des Windparks in Scharndorf sind in Kürze auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums (www.bmwfj.gv.at) verfügbar bzw. können direkt unter presseabteilung@bmwfj.gv.at angefordert werden.

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IG Windkraft
Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch,
Tel.: +43 699 18877 855,
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