SPÖ Kärnten: 40 Prozent Frauenquote bei Listenerstellung für künftige Wahlen

Kaiser, Prettner und Blatnik: Mehr Frauen in Politik und Wirtschaft!

Klagenfurt (OTS) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten SPÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Peter Kaiser, SPÖ Landesrätin Beate Prettner und SPÖ Frauenvorsitzende BR Ana Blatnik die frauenpolitischen Schwerpunktthemen und Neuerungen der SPÖ Kärnten vor. Als wesentlichen Punkt präsentierte Kaiser das Reißverschlusssystem, nach dem künftig bei der Listenerstellung für Wahlen vorgegangen werden soll. "Wir haben uns das Ziel gesetzt 40 Prozent Frauen auf wählbaren Listenplätzen einzusetzen. Um das zu garantieren wird bei der Listenerstellung so vorgegangen, dass je abwechselnd eine Frau und ein Mann nominiert werden", erklärt Kaiser.

Blatnik sieht darin einen wesentlichen Erfolg für die frauenpolitischen Forderungen der Sozialdemokraten. "Mehr Frauen in Entscheidungspositionen, sei es in Politik oder Wirtschaft ist eine unserer langjährigen Forderungen und wichtig für eine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen", meint Blatnik, die als Positivbeispiel für eine ausgeglichene Geschlechterverteilung die Nachwuchsakademie der Dr. Karl Renner Institutes hervorhebt. "Nicht nur dass den jungen, politisch interessierten Menschen dort eine fundierte Wissensbasis vermittelt wird - dort wird Gleichberechtigung bereits aktiv gelebt, im letzten Jahrgang befanden sich 17 Frauen, was die Frauenquote von 40 % voll erfüllt hat", sagt Blatnik.

Prettner erinnerte daran, dass Frauenpolitik Gesellschaftspolitik ist und Frauenanliegen keine Fraktionsgrenzen kennen sollten. Mit dem Schulterschluss gemeinsam mit Frauen aller Parteien, der ihr mit der Forderung nach Gynäkologinnen mit Kassenabrechnung für jeden Kärntner Bezirk gelungen ist, werde vorgezeigt, wie aktive Frauenpolitik aussehen sollte. "Gemeinsam und geschlossen treten wir auf um das umzusetzen, was für die Kärntnerinnen wichtig ist", so Prettner. Mit dem Argument, es würden sich keine Gynäkologinnen finden lassen, die eine angebotene Kassenstelle auch annehmen würden, sei Ärztekammerpräsident Haas auf dem Holzweg, so Prettner, denn: "mir sind bereits fünf Gynäkologinnen bekannt, die wenn sie gefragt werden sofort zugreifen und eine Kassenstelle annehmen würden". Abschießend kündigt Prettner eine Straßenaktion an, die die Forderung nach einer flächendeckenden Versorgung mit Gynäkologinnen mit Kassenabrechnung noch entsprechend Nachdruck verleihen soll. "Stattfinden wird dieser Aktionismus vor dem Gesprächstermin mit VertreterInnen der Ärztekammer am 5. Juli, den ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen aller Fraktionen im Kärntner Landtag wahrnehmen werde", schließt Prettner.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Kärnten
Klagenfurt

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90003