Tumpel zur Mai-Inflation: Keine Massensteuern erhöhen!

Höhere Steuern würden Inflation weiter ankurbeln - Steigende Preise bedeuten letztlich weniger Kaufkraft und weniger Wachstum

Wien (OTS) - "Höhere Massensteuern wären jetzt das falsche Signal", sagt AK Präsident Herbert Tumpel zur Mai-Inflation. Ein Drittel der Inflation geht allein auf die Treibstoffe zurück, die Wohnungsmieten stiegen zweimal so stark wie die Inflation. Höhere Massensteuern würden hauptsächlich Klein- und Mittelverdiener treffen und die Inflation nach oben treiben. "Steigen die Energie- oder Mietkosten, steigen auch die Preise und das bedeutet letztlich weniger Kaufkraft und weniger Wachstum", so Tumpel. Auch Spekulationen haben wesentlich zu den Preissteigerungen am Ölmarkt beigetragen, bestätigte eine deutsche Studie. Demnach beträgt der Anteil von Öl-Spekulationen am Spritpreis durchschnittlich 14 Cent pro Liter. Statt über Steuererhöhungen auf Benzin und Energie nachzudenken, sollten die Minister Maßnahmen gegen die Preistreiberei setzen. Eine Erhöhung der Mineralölsteuer kommt für die AK nicht in Frage. Auf EU-Ebene müssen die preistreibenden Spekulationen untersucht werden. Regulierungsmaßnahmen an den Rohstoffmärkten müssten folgen. Eine mögliche Lösung wäre, nur jene zum Handel mit Ölprodukten zuzulassen, die die Waren auch tatsächlich übernehmen (etwa Fluglinien, Raffineriebetriebe, Mineralölhändler). Außerdem muss es zur Dämpfung der Wohnkosten eine klare Begrenzung der privaten Mieten geben, eine Reform der automatischen Mietenindexierung und mehr geförderte Mietwohnungen.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0004