Berlakovich: Heimische Landwirtschaft sorgt für Preisstabilität durch hohen Selbstversorgungsgrad

Trendwende im agrarischen Außenhandel: erstmals wieder wertmäßiger Anstieg

Wien (OTS) - Die aktuelle Inflationsrate für Mai 2010 beträgt nach den heute veröffentlichten Berechnungen der Statistik Austria 1,9 Prozent und bleibt damit im Bereich der Vormonate. Hauptsächlich werden wie in den Vormonaten Mineralölprodukte als Preistreiber (plus 21 Prozent gegenüber Mai 2009) und Nahrungsmittel als Preisstabilisatoren (plus/minus 0,0 Prozent gegenüber Mai 2009) identifiziert.

Ein hoher Anteil des Preisschubes seit dem Vorjahr wird durch den gegenüber dem Euro gestiegenen Dollarkurs ausgelöst (plus 16 Prozent seit November 2009). In den Euroraum importierte Produkte wie Erdöl werden teuer. "Demgegenüber wirkt der hohe Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln in Österreich preisstabilisierend", so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich. Der Selbstversorgungsgrad bei Getreide beträgt 105 Prozent, bei Fleisch 109 Prozent, es wird also etwas mehr (5 Prozent bzw. 9 Prozent) produziert als zur Versorgung der Bevölkerung verwendet wird.

Umweltfreundliche Energie-Alternativen nutzen
Steigert Österreich den Anteil selbstproduzierter Treibstoffe, wie in der Energiestrategie der Bundesregierung geplant, reduziert sich in Zukunft das Teuerungsrisiko durch die Euro/Dollar Währungsparität. "Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass es richtig ist, den Weg in Richtung Energeiautarkes Österreich konsequent weiter zu gehen. Wir müssen mehr umweltfreundliche Energie-Alternativen nutzen. Wind, Biomasse, Sonne und Wasser sind erneuerbare Ressourcen, mit denen wir unsere Abhängigkeit von unsicheren und teuren Energielieferanten künftig deutlich verringern und die Selbstversorgung im Energiebereich steigern können", so Berlakovich.

Trendwende im agrarischen Außenhandel
Was volkswirtschaftlich bei den Energieimporten nachteilig ist, gibt auf der anderen Seite den Exporten in den Dollarraum neue Chancen. Gegenüber dem 1. Quartal 2009, in dem sich die ersten Auswirkungen der Wirtschaftskrise abzeichneten, konnte zu Beginn des Jahres 2010 der agrarische Außenhandel erstmals wieder einen wertmäßigen Anstieg (plus 2,9 Prozent) verzeichnen. Von Jänner bis März 2010 betrug der Exportwert an Landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln 1,87 Milliarden Euro. Die drei stärksten Exportgruppen:
Holz (plus 9,4 Prozent), Getränke (plus 15,9 Prozent), Milch- und Milchprodukte (plus 4,2 Prozent) konnten überdurchschnittlich zulegen.

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