Wurm: Gleichstellung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit

Einkommensschere schließen, Frauen in Führungsetagen heben, Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern

Wien (OTS/SK) - "Die Wirtschaft ist immer noch eine reine Männerdomäne, Frauen sind kaum in den Aufsichtsräten und Vorständen vertreten und das, obwohl inzwischen mehr Frauen als Männer ein Studium abschließen oder die Matura machen. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dürfen und können dieses Potenzial nicht ungenützt lassen. Tatsache ist: Gleichstellung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit", so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm heute, Mittwoch, in der aktuellen Stunde des Nationalrats zum Thema "Gleichstellung von Frauen forcieren heißt Wirtschaftsleistung steigern". Man müsse Frauen auch die Chance geben, nach der Babypause wieder in den Beruf zurückzukehren. "Ein Kind darf kein Karriereknick sein. Frauen wollen beides, Kind und Job, und Frauen können das. Man muss sie nur lassen, sie unterstützen und nicht behindern", so Wurm, die sich für mehr qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsplätze aussprach. ****

"Es wurden bereits 10.000 neue Plätze geschaffen, aber gerade bei den Unter-Drei-Jährigen haben wir noch Aufholbedarf", so Wurm, die in diesem Zusammenhang auch erneut flächendeckende Ganztagesschulen forderte. "Investitionen in die Bildung sind Investitionen in unsere Zukunft. Es ist Zeit, weitere Betreuungseinrichtungen zu schaffen, es ist Zeit für die Ganztagsschule", unterstrich die SPÖ-Frauensprecherin. Es sei die Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Frauen wieder "Ja" zum Kind sagen, denn dies würde auch dem österreichischen Sozial- und Pensionssystem nutzen.

Die SPÖ-Frauensprecherin kritisierte das immer stärkere Auseinanderklaffen der Einkommensschere in Österreich. "Frauen verdienen um 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, nur weil sie Frauen sind", so Wurm, die die von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Sozialminister Rudolf Hundstorfer umgesetzte Einkommenstransparenz als "sehr, sehr gute Maßnahme" bezeichnete. In Schweden habe diese anonyme Offenlegung der Gehälter dafür gesorgt, dass die Einkommensschere auf sechs Prozent reduziert werden konnte.

Das Potential von Frauen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu nutzen, würde, so Wurm, nicht nur für mehr Gleichberechtigung sorgen, sondern auch das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. "Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichberechtigt in die Entscheidungsprozesse eingebunden sind - in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Heben wir die Frauen in die Führungsetagen", so Wurm abschließend. (Schluss) sv

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