Grüne Donaustadt: Mehr Verkehrssichheit durch Schutzweg auf Raffineriestraße

Unterstützung der Bürgerinitiative S80 Lobau bei heutiger Aktion

Wien (OTS) - "Die Grünen Donaustadt fordern gemeinsam mit der Bürgerinitiative S80 Lobau die Errichtung eines Schutzweges in der Raffineriestraße Ecke Kierischitzweg. Auf dem Straßenstück zwischen Shelltankstelle und Biberhaufenweg befindet sich auf drei Kilometern Länge keine Möglichkeit, die von Fahrzeugen stark und in hohem Tempo frequentierte Straße gefahrlos zu überqueren. Will man als FußgängerIn das beliebte Naherholungsgebiet Donauinsel erreichen, muss man buchstäblich um sein Leben laufen", kritisiert die Klubobfrau der Grünen Donaustadt, Eva Hauk.

Um auf die Schlechterstellung der nichtmotorisierten Bevölkerung hinzuweisen wird heute, Mittwoch, 16. Juni (16 - 19 Uhr) die Bürgerinitiative S80 Lobau,, vorübergehend wieder einen Fußgängerübergang an dieser Stelle installieren, und zwar auf einem Teppich aufgemalt.

Die AktivistInnen werden einen feuerroten Teppich mit weiß aufgemaltem Zebrastreifen über die Fahrbahn ausbreiten. So wird der erst kürzlich entfernte Schutzweg beim Kierischitzweg für zwei Stunden "wieder errichtet". Sobald der Teppich entrollt ist, können FußgängerInnnen/Fahrzeuge genauso wie bei einem echten Schutzweg über den Zebrastreifen gehen/fahren. Auf dem Gehsteig werden, den üblichen Schutzwegschildern nachempfundene Tafeln mit der Aufschrift "Autofrei ja bitte, aber nicht ohne S-Bahn-Stationen und Schutzwege" aufgestellt.

Zusammen mit der für 2. Oktober 2010 geplanten Schließung der S-Bahn-Station Lobau ist die Entfernung des Schutzweges beim Kierischitzweg eine massive Verschlechterung für alle nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer im betroffenen Gebiet. Am härtesten trifft es einmal mehr ältere und behinderte Personen und Familien mit Kindern. Wir fordern die Wiedererrichtung des Schutzweges beim Kierischitzweg und die Aufrechterhaltung des Stationsbetriebes in der Station Lobau.", so Thomas Leopold, der Sprecher der Bürgerinitiative S80 Lobau.

Der Zebrastreifen wurde entfernt, weil er nach der neuen EU-Norm hätte beleuchtet werden müssen. Das war der verantwortlichen Behörde zu teuer, sie nahm lieber Geld in die Hand, um die Straßenmarkierungen mühsam vom Asphalt abfräsen zu lassen. Damit macht man FußgängerInnen unnötig das Leben schwer. Mittels Solarpanelen könnte eine Bedarfsampel ohne viel Aufwand errichtet werden, stattdessen erklärt man FußgängerInnen zu Freiwild, so Hauk abschließend.

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