Ärztekammer weist Hadschieff-Kritik an Ärzte-GmbHs zurück

Auch für Gruppenpraxen gelten strenge Bedarfsprüfungen - Klare Absage an "Kommerzialisierung der Medizin"

Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer weist die Aussagen vom Obmann des Fachverbands der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer, Julian Hadschieff, entschieden zurück. Hadschieff hat in einer Aussendung behauptet, dass es für ärztliche Gruppenpraxen lediglich vereinfachte Zulassungsbedingungen gäbe. Tatsächlich aber unterliegen Ärzte-GmbHs sehr strengen Bedarfsprüfungen und einem engen gesetzlichen Korsett, das sämtliche berufsrechtliche Vorgaben, Hygienebestimmungen sowie klare Vorgaben hinsichtlich der Qualitätssicherung umfasst, verlautete aus der Ärztekammer.****

Auch müsse Hadschieff endlich akzeptieren, dass es einen Unterschied zwischen Ambulatorien und ärztlichen Gruppenpraxen "von Natur aus" gebe, so der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner. Während privat geführte Ambulatorien ausschließlich gewinnorientiert arbeiteten, erfüllten Gruppenpraxen einen umfassenden sozialen Auftrag am Patienten. Keinesfalls aber dürfe man die soziale Medizin gewinnmaximierenden Kapitalgesellschaften überlassen, so Dorner.

Der Ärztechef wendet sich damit entschieden gegen "alle nur erdenklichen Versuche einer bloßen Kommerzialisierung der Medizin", wie sie Hadschieff schon seit Langem betreibe. Demgegenüber würden Gruppenpraxen zu Recht dem Schutz durch die Gesamtverträge mit den Sozialversicherungen unterliegen. "Ärzte-GmbHs garantieren damit die Erfüllung eines allgemeinen Versorgungsauftrags in Österreich, was private Ambulatorien in dieser Form nie tun werden", so Dorner abschließend. (hpp)

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