LH Dörfler: Weder Baustopp noch Verzögerung des Koralmbahnprojekts zulassen

Einhelliger Brief der Landesregierung an Vizekanzler Pröll und BM Bures fordert Vertragstreue und Baulos-Vergabe bis Oktober 2010

Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Zusammenhang mit dem Koralmbahnprojekt müsse jegliche Verunsicherung rasch gestoppt werden, sagte heute, Dienstag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Anschluss an die Regierungssitzung. Vom Bund erwarte und fordere die Landesregierung einhellig Vertragstreue, also die Einhaltung der rechtsverbindlichen Vereinbarungen über die Finanzierung der Koralmbahn mit dem Koralmtunnel, die zwischen dem Bund, den ÖBB und den Ländern Kärnten und Steiermark abgeschlossen worden sind.

In einem Brief an Vizekanzler Josef Pröll und an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, Doris Bures, wird die Bedeutung dieser Hochleistungsstrecke hervorgehoben und ersucht, weder einen Baustopp noch eine Verzögerung der Fertigstellung der Koralmbahn zuzulassen. Weiters gehe das Land davon aus, dass die Ausschreibung für das größte Tunnelbaulos (KAT2) spätestens bis Oktober 2010 definitiv vergeben werde, so Dörfler. Die gründliche und langwierige Vorbereitung dieser Ausschreibung ermögliche es, zu einer rascheren Vergabe dieses Bauloses zu kommen und im Rahmenplan die für die Fertigstellung der Koralmbahn bis 2020 die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

Die Baltisch-Adriatische Verkehrsachse mit dem Herzstück Koralmbahn habe auch große Chancen, in das prioritäre TEN-Netz aufgenommen zu werden, womit eine besondere Mitfinanzierung seitens der EU gegeben wäre, sagte Dörfler. Die Koralmbahn sei nicht nur ein enorm wichtiges Verkehrsinfrastrukturprojekt, sondern auch ein wesentlicher Motor zur Abfederung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise und zur Absicherung von Arbeitsplätzen. Darüber hinaus würde durch die vermehrte Nutzung der Bahn ein ganz starker Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz möglich werden, wie im Brief betont wird.

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