SPÖ Kaiser: Verbot der Muttersprache ist kein Mittel zur besseren Integration

Beispiel einer privaten Salzburger Bildungseinrichtung darf nicht in Kärnten Schule machen. Bildungsreferent Scheuch muss andere Maßnahmen für bessere Integration finden.

Klagenfurt (OTS) - "Flüchtlingskindern und anderen ausländischen Schülerinnen und Schülern vorschreiben zu wollen, in welcher Sprache sie sich in den pausen am Schulhof zu unterhalten haben ist nicht nur einfallslos, diskriminierend und keineswegs zielführend, sondern billigster Populismus auf Kosten jener, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind", reagiert der Vorsitzende der SPÖ-Kärnten, LHStv. Peter Kaiser auf die heute von FPK-Bildungsreferent Uwe Scheuch getätigten Überlegungen.

Scheuch solle besser zuerst genau überlegen, bevor er solche nach Aufmerksamkeit heischenden Vorschläge macht. "Wie will er eine solche Verordnung exekutieren? Sollen Kinder, die sich nicht daran halten und in den Pausen in ihrer Muttersprache kommunizieren von der Schule werfen, so dem Bildungszugang entziehen und damit die Integration von Flüchtlingskindern verhindern, um mit der Populismuskeule auf Stimmenfang zu gehen", fragt Kaiser.

"Von einem Bildungsreferenten erwarte ich mir, dass er sich selbst konstruktive Vorschläge und Maßnahmen zur besseren Integration von geflüchteten Kindern überlegt, anstatt irgendwelche unsinnigen Maßnahmen einer privaten Bildungseinrichtung für die öffentlichen Schulen übernehmen zu wollen", so Kaiser. Und weiter: "Wenn man die kärntenweiten Stundenkürzungen im Schulbereich, insbesondere im Fremdsprachenunterricht, heranzieht, so beweist das die Rückwärtsentwicklung des Kärntner Schulwesens durch Scheuch!"

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