Aviso: Kiss-In Flashmob als Zeichen gegen Homophobie am 16. Juni

Grüne Andersrum unterstützen Flashmob im Museumsquartier

Wien (OTS) - "Küssen gegen Homophobie" lautet das Motto des Flashmobs, der am 16. Juni um 18.00 Uhr im Wiener Museumsquartier stattfindet. Grund für diesen romantischen Protest ist der Angriff auf ein homosexuelles Paar vor wenigen Wochen. "So ein Vorfall darf nicht unbeachtet bleiben", erklärt Lilly Black, Organisatorin, "deshalb auch die Facebook-Initiative zu einem Kiss-In, die binnen kürzester Zeit von vielen Menschen unterstützt wurde".

Einer der beiden händchenhaltenden Männer wurde in dem sonst für seine liberalen Besucher bekannten Museumsquartier von vier Jugendlichen auf Grund seiner Homosexualität zuerst verbal angegriffen und anschließend verprügelt. Der junge Mann wollte sich der Respektlosigkeit der Teenager nicht beugen und bewies Zivilcourage, indem er sich der Konfrontation stellte.

"Dass er für den Versuch, mit den Jugendlichen verknünftig zu reden, Schläge einstecken musste, ist schrecklich" meint Julian Wiehl, Herausgeber des Web-Magazins Vangardist. "Umso mehr begrüße ich die rasche Antwort auf diesen Angriff in Form des geplanten Kiss-In". Nur wenige Stunden nachdem sich die Nachricht von der homophoben Attacke verbreitet hatte, wurde in Facebook ein Flashmob als Antwort darauf gegründet - das Ereignis zählt mittlerweile über 300 bestätigte Teilnehmer sowie fast 600 weitere, "voraussichtlich teilnehmende" Personen, Tendenz steigend.

Marco Schreuder, Landtagsabgeordneter der Grünen und Sprecher der Grünen Andersrum verurteilt den Angriff: "Es ist vollkommen inakzeptabel, dass sich im 21. Jahrhundert in einer Stadt wie Wien Lesben und Schwule immer noch fürchten müssen. Für mich ist das eine klare Aufforderung an alle zuständigen Stellen der Stadt Wien, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Homophobie zu bekämpfen, insbesondere in Schulen."

Auch die Homosexuelleninitiative Wien unterstützt das Vorhaben. Moritz Yvon, Jugendreferent der HOSI Wien, stellt fest: "Es hätte jede/n treffen können. Solche gewalttätigen Übergriffe dürfen nicht still hingenommen werden, sonst wiederholen sie sich."

"Egal ob schwul, lesbisch, hetero, bi oder unentschlossen - am Mittwoch setzen wir gemeinsam ein Zeichen und küssen gegen Homophobie!", gibt sich Julian Wiehl zuversichtlich.

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