VP-Floridsdorf fordert Mediationsverfahren zu islamischem Kulturzentrum

Demonstration führt zu keiner Lösung

Wien (OTS) - Seit bekannt wurde, dass der Verein ATIB nun auch in Floridsdorf ein Kulturzentrum betreibt, gehen im Bezirk die Wogen hoch. Die Anrainer/innen sind beunruhigt und erwarten sich zu Recht von der Politik Unterstützung. Fraglich ist jedoch, ob die Art von Unterstützung, die die FPÖ und der parteifreie Bezirksrat Schimanek anbieten, wirklich eine Hilfe für die Betroffenen darstellt oder nicht vielmehr populistische Wahlpropaganda ist.

"Die Verantwortlichen des Vereins ATIB haben uns die Hand entgegen gestreckt. Nun liegt es an uns, ob wir ihnen ebenfalls die Hand reichen und gemeinsam versuchen, Probleme aus der Welt zu schaffen, oder ob wir mit unserer Hand zuschlagen", meint die Klubobfrau der ÖVP Floridsdorf, Andrea Mayrhofer. "Wir haben uns für den Weg des Dialogs entschieden und deshalb auch einen Antrag auf Abhaltung eines Mediationsverfahrens in der Bezirksvertretung eingebracht."

Mediationsverfahren soll Konflikte lösen und Integration fördern

Bereits einmal, nämlich im Streit um den Moscheebau in Bad Vöslau, konnte ein Mediationsverfahren zu einer friedlichen Einigung beitragen. Ziel ist es, alle Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen, klare Ziele zu definieren und offen für alle Vorschläge und Ideen zu sein. Geleitet wird ein solches Verfahren von einem professionellen Mediatorenteam, neben Vertreter/innen der Anrainer/innen und des Vereins ATIB, sollte auch je ein/ Vertreter/in der in Floridsdorf vertretenen politischen Parteien mit dabei sein. "Ich halte nichts von der Strategie der FPÖ, Ängste zu schüren, indem man den Menschen prophezeit, was in den nächsten Jahren alles auf sie zukommen wird. Ganz wichtig ist es aber, die Wünsche und Ängste der Floridsdorfer Bevölkerung zu berücksichtigen und in einem gemeinsamen Dialog zu Lösungen zu kommen", so Mayrhofer.

Verwundert zeigt sich die Klubobfrau der VP-Floridsdorf über die Tatsache, dass an der friedlichen Kundgebung sämtlicher Bürgerinitiativen Floridsdorfs und der Donaustadt vergangene Woche kein/e Vertreter/in der FPÖ teilnahm, während sich zur Demo gegen das Kulturzentrum des Vereins ATIB nächsten Freitag bereits Heinz-Christian Strache angesagt hat. "Die Verbesserung der Lebensqualität und die Sorgen der Floridsdorfer/innen scheinen den FPÖ Politiker/innen anscheinend nur dann wichtig zu sein, wenn es um andere Kulturen geht. Ich fordere die Bezirks-FPÖ auf, an einem Mediationsverfahren teilzunehmen und offen und ohne Vorurteile für eine gemeinsame Lösung zu arbeiten", schließt Mayrhofer.

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