Telekom Austria: Strom tanken an Telefonzellen als erster Schritt in Richtung intelligenter Energiesteuerung

IKT als fehlender Baustein für E-Mobility

Wien (OTS) - Anfang Mai hat Telekom Austria den ersten Prototypen einer Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle in Betrieb genommen. Im Laufe des Jahres werden österreichweit insgesamt 30 Stromtankstellen für E-Autos, E-Scooter oder E-Fahrräder entstehen. Im Rahmen des Strategie-Forums "Elektro-Mobilität" betonte Hannes Ametsreiter, Generaldirektor von Telekom Austria und mobilkom austria, dass Telekommunikation und IT einen wesentlichen Baustein für E-Mobility und intelligente Energiesteuerung bilden werden.

E-Mobility sowie generell der verantwortungsvolle Umgang mit Energieressourcen sind Themen, die aktuell sehr intensiv diskutiert werden. Im Rahmen des vom Business-Circle veranstalteten Strategie-Forums "Elektromobilität" diskutierte Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria und mobilkom austria mit

Mag. Brigitte Ederer (Vorsitzende des Vorstandes, Siemens Österreich), DI Wolfgang Anzengruber (Vorsitzender des Vorstandes, Verbund) und Dr. Peter Reif (Präsident Magna E-Car Systems) über Zukunftsstrategien im Bereich E-Mobility. Ametsreiter betonte:
"Telefonzellen als Stromtankstellen sind ein gutes Beispiel, wie die Telekommunikationsbranche einen elementaren Baustein für E-Mobility liefern kann. Auch die Abrechnung des getankten Stromes ist neu und zukunftsweisend. IKT Lösungen werden verstärkt für eine verantwortungsvolle Steuerung der Energieressourcen zum Einsatz kommen."

Elektrofahrzeuge und Smart Grids - koordiniert über IKT Lösungen

Elektrofahrzeuge könnten zukünftig etwa auch Elemente von Smart Grids, also intelligenten Stromnetzen sein, bei denen die Stromerzeugung und -speicherung verstärkt dezentral erfolgt und Telekommunikationslösungen für die Ressourcensteuerung und -Abrechnung eingesetzt werden. Hannes Ametsreiter ist überzeugt, dass sich die Infrastruktur von Telekommunikations- und Energieversorgungsunternehmen in Zukunft immer enger verzahnen werden. Daraus kann Mehrwert für alle Beteiligten, für die Kunden und vor allem aber für die Umwelt entstehen. Die Abrechnungsmöglichkeiten, die Telekommunikationsunternehmen bereits haben, decken viele Anforderungen der Stromabrechnung bei Smart Grids ab, da man hier kleine Einheiten sowohl zeit- als auch volumsbasierend abrechnen kann. Elektrofahrzeuge werden an unterschiedlichen Orten betankt. Mit der mobilen Bezahllösung von paybox können die genutzten Einheiten unkompliziert an die Kunden verrechnet werden.

Gerüstet für die Anforderungen der Zukunft

"Wir sehen das Projekt Stromtankstellen daher auch als Piloten für die komplexen Anforderungen bei Smart Grids. Bei den Stromtankstellen kombinieren wir Stärken aus mehreren Unternehmensbereichen: Die vorhandene Infrastruktur oder die Expertise im Mobilitätsbereich, etwa mit erfolgreichen Services wie Handy Parken. Bei den mobilen Payment- und Identifizierungs-Systemen greifen wir innerhalb unseres Konzerns auf die jahrelangen Erfahrungen von paybox austria zurück. Vieles davon wird auch bei Smart Grids gefordert sein. Smart-Grids mit Smart Telco sind smart zum Quadrat", gibt sich Ametsreiter überzeugt, künftig als kompetenter Partner von Energieversorgern agieren zu können.
Im Probebetrieb kostenlos Strom tanken - in Zukunft reicht ein SMS Der erste Prototyp einer Telefonzelle mit E-Ladestation befindet sich in Wien, in der Lassallestraße 9, leicht erkennbar durch einen kleinen Leuchtwürfel am Dach. Aufgeladen werden können E-Autos, E-Scooter oder E-Fahrräder (230V/16A/Caravan-Steckdose).

Die Stromtankstellen sind in erster Linie dafür gedacht, E-Fahrzeuge unterwegs nachzuladen: "Wir bieten allen Besitzern von E-Fahrzeugen einen einmaligen Service: Während sie Besorgungen machen, können sie ihr Fahrzeug bequem nachladen. Unsere Stromtankstellen werden in Zukunft an Knotenpunkten quer durch Österreich verfügbar sein, denn Telefonzellen gibt es ja beinahe an jeder Ecke", so Hannes Ametsreiter.

Der Ladevorgang selbst ist ganz einfach: Für den Testbetrieb genügt eine Identifizierung des Fahrzeugbesitzers über SMS oder einen RFID-Chip, der in den Stecker des Fahrzeugs eingebaut wird. Diese RFID-Chips werden künftig in allen Telekom Austria und A1 Shops erhältlich sein. Eine Nachrüstung bestehender Stecker ist somit ganz einfach möglich. Das Laden selbst funktioniert dann ohne Anmeldung:
Anstecken genügt.

Während des Pilotbetriebes wird das Strom-Tanken kostenlos sein. In Zukunft wird der Strom diverser Energieversorgungsunternehmen bequem mit paybox per Handy bezahlt, wobei der Vorgang per SMS oder mittels RFID-Stecker bzw. einer RFID-Karte (also mit Kontaktlos-Technologie) initiiert wird.

Passende Abstellbereiche bei jeder Stromtankstelle

Derzeit gibt es rund 13.500 Telefonzellen von Telekom Austria in Österreich, davon sind 700 Standorte in der Multimedia-Variante ausgestattet. Diese Standorte stehen in der ersten Ausbauphase im Fokus. Prinzipiell können aber alle Telefonzellen umgerüstet werden. Umgebaut werden grundsätzlich nur Telefonzellen, bei denen es auch entsprechende Abstellflächen bzw. Parkplätze für Elektrofahrzeuge gibt. Durch den zusätzlichen Einsatz von separaten Ladesäulen können von jeder Telefonzelle weitere Parkplätze versorgt werden.

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Mag. Werner Reiter
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E-Mail: w.reiter@mobilkom.at

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