- 10.06.2010, 12:19:50
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Leitl zu SVA: Aus der Krankenkasse wird eine Gesundheitskasse
Wien (OTS) - Alle SVA-Versicherten können ab sofort wieder wie
gewohnt mit E-Card zum Arzt - revolutionäre Neuorientierung von
Kranken- zur Gesundheitsversicherung - Prävention wird wichtiger
Bestandteil der Gesundheitsversorgung
In der nächtlichen Verhandlungssitzung zwischen SVA und
Ärztekammer wurde eine Lösung erzielt, durch die alle
SVA-Versicherten ab sofort wieder wie gewohnt mit der E-Card
bargeldlos zu jedem Vertragsarzt der SVA gehen können. Für die SVA
steht die Sicherheit der Selbstständigen an erster Stelle. "Es ist
gelungen, nach dem Konflikt eine innovative und kreative Lösung zu
finden. Gewinner sind die Versicherten", so SVA-Obmann Dr. Christoph
Leitl bei der gemeinsamen Pressekonferenz von SVA und Ärztekammer.
"Die schwierige Situation wurde genutzt, um eine völlige
Neuorientierung in Angriff zu nehmen - nämlich von der Kranken- hin
zur Gesundheitsversicherung", ergänzt SVA-Obmann-Stellvertreter Dr.
Martin Gleitsmann.
In einer neuen Partnerschaft zwischen SVA und Ärzteschaft wird ein
völlig neues Modell entstehen, das die Prävention zu einem wichtigen
Bestandteil der Gesundheitsversorgung macht. Ab dem Jahr 2012 wird
allen Versicherten ein neues Modell zur Verfügung stehen, bei dem bis
zu 40 Millionen Euro jährlich in Prävention und Vorsorge - ohne
Mehrkosten für Patienten - investiert werden. Mittels Anreizsystem
für die Versicherten - nämlich dann, wenn die Präventionsleistungen
in vollem Umfang in Anspruch genommen werden - soll es zu einer
Reduzierung des Selbstbehaltes von 20 auf 10 Prozent kommen. "Wer
sich an der aktiven Gesundheitspolitik und Prävention beteiligt, wird
mit dieser Halbierung des Selbstbehaltes belohnt", so Leitl. Das
Pilotprojekt dazu startet bereits im nächsten Jahr.
"Die Patienten werden dann nicht nur ärztlich versorgt, es werden
auch Gesundheits-Coaches zur Seite gestellt. Die Gesundheit zu
erhalten ist besser als die vorhandene Krankheit zu beseitigen. Die
gesundheitliche Vorsorge und Begleitung sind also ganz zentrale
Punkte unserer Vereinbarung", so Leitl. Mit der verbesserten Vorsorge
kommt es zu einer Aufwertung des Hausarztes. Dieser wird nach dem
neuen Modell ein aktiver Wegbegleiter und Gesundheitscoach für die
Patienten. Die Ärzteschaft hat sich auch dazu bereit erklärt, künftig
bei der Terminvereinbarung auf die spezifischen Anforderungen der
Versicherten bzw. Patienten nach Möglichkeit Rücksicht zu nehmen.
"Die revolutionäre Neuorientierung ist eine wichtige Investition
in die Gesundheit der SVA-Versicherten. Diese sind als
Gewerbetreibende die Motoren für Wirtschaftswachstum und Wohlstand in
Österreich. Jeder Euro, der in die Gesundheit der Selbstständigen
investiert wird, ist gut angelegt und kommt doppelt zurück", so
Gleitsmann.
Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen
und Unternehmer. In ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Krankenversicherung der Selbständigen betreut die SVA rund 700.000
Anspruchsberechtigte (davon 340.000 Aktive, 130.000 Pensionisten und
230.000 Angehörige), in ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Pensionsversicherung 360.000 Anspruchsberechtigte (300.000
Gewerbetreibende und 60.000 Freiberufler).
Als modernes Dienstleistungsunternehmen setzt die SVA auf
Kundennähe, effiziente, schlanke Verwaltung und Aktionen wie "Fit zu
mehr Erfolg" und den einzigartigen "SVA-Gesundheitshunderter", welche
den Versicherten Motivation zur aktiven Prävention geben.
Rückfragehinweis:
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Gerhard Schumlits
Tel. Nr. (01) 546 54/3466 DW
e-mail: Gerhard.Schumlits@svagw.at
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